Hormonspritze - Verhütung aus der Spritze

Mit der Hormonspritze werden alle zwölf Wochen Hormone injiziert, die - ähnlich wie bei der Pille - den Eisprung verhindern. So können Sie unbesorgt Geschlechtsverkehr haben, ohne sich jedes Mal Gedanken um Verhütung zu machen.


Ein kurzer Pieks und schon ist die Verhütung für drei Monate gesichert – das klingt verlockend. Die Hormon- oder Dreimonatsspritze ist eine gute Verhütungsmöglichkeit für Frauen, die sich aus zeitlichen, gesundheitlichen oder psychischen Gründen nicht um eine regelmäßige Verhütung kümmern können oder möchten. Auch ist die Hormonspritze eine gute Alternative für Frauen, die keine Östrogene vertragen oder all diejenigen, die mit der Familienplanung bereits abgeschlossen haben.

Hormonspritze: Eine der sichersten Verhütungsmtheoden

  • Für Frauen, die planen, in Zukunft Kinder zu bekommen, eignet sich die Hormonspritze nicht, da es mitunter Jahre dauern kann, bis sich der Zyklus nach Absetzen der Spritze wieder normalisiert. Die Hormonspritze gehört mit einem Pearl-Index zwischen 0,3 und 1,4 zu den sichersten Verhütungsmethoden.
  • Wirkstoff ist ein Gestagen, das vom Arzt alle zwölf Wochen in den Muskel am Arm oder Gesäß injiziert wird. Es sorgt in den ersten vier bis acht Wochen dafür, dass kein Eisprung stattfindet.
  • Das so entstandene Depot gibt kontinuierlich Hormone ab, die – ähnlich wie bei der Pille – den Eisprung unterdrücken. Gestagen bewirkt also, dass die
    Gebärmutterschleimhaut nur schwach ausgebildet wird und damit für
    Spermien schwer durchlässig ist.

Nicht ohne Nebenwirkungen

  • Auch die Nebenwirkungen der Hormonspritze ähneln denen der Antibabypille: Kopfschmerzen, Abnahme der sexuellen Lust, Depressionen und Gewichtszunahmen gehören dazu. Zusätzlich kommt es jedoch bei fast allen Frauen zu Schmierblutungen, die bei der Hälfte aller Probandinnen auch nach einem Jahr noch anhalten.
  • Bei vielen Frauen bleibt nach längerer Anwendung dieser Verhütungsmethode die Menstruation sogar vollständig aus. Dieser Nebeneffekt kann zum Beispiel bei Frauen mit starken Regelschmerzen erwünscht sein.
  • Der Nachteil dieser Verhütungsmethode besteht darin, dass das Hormon bei Nichtverträglichkeit nicht einfach abgesetzt werden kann. Auch stillende Mütter können diese Verhütungsmethode ab der sechsten Woche nach der Entbindung anwenden, sollten jedoch die Risiken mit ihrem Frauenarzt klären.
  • Bei psychiatrischen
    Erkrankungen sind Hormonspritzen eine sichere und
    kontrollierte Verhütungsmöglichkeit. Überlegen Sie sich im Vorfeld gut, ob für Sie eine Hormospritze infrage kommt oder ob Sie lieber auf eine alternative Verhütungsmethode zurückgreifen.