Hüften schwingen mit dem Bauchtanz Gürtel

Wer sich für den orientalischen Tanz begeistern kann, der sollte auch nicht auf die dazugehörigen Accessoires wie den Bauchtanz Gürtel verzichten.


Für viele ist orientalischer Tanz der Inbegriff von Weiblichkeit. Kein Wunder also, dass immer mehr Frauen den Bauchtanz, wie der Orientalische Tanz auch genannt wird, zu ihrem Hobby machen. Nicht nur die exotische Musik, sondern auch die anmutigen Bewegungen der Frauen und nicht zuletzt die wunderschönen Tanzkostüme mit Accessoires wie dem Bauchtanz Gürtel, die scheinbar den Geschichten von 1001 Nacht entnommen sind, verleihen dem Bauchtanz einen ganz besonderen Zauber.

Herkunft und Geschichte
Der Orientalische Tanz hat seinen Ursprung in Ägypten, wo er als „Raqs Scharqi“, als „Tanz des Ostens“ bezeichnet wird und sich dort auf den Solotanz der Frauen bezieht. Seit jeher hatte dieser Tanz in Ägypten einen hohen Stellenwert und wurde vor allem bei festlichen Aktivitäten vorgeführt. Besonders Fremde und Reisende, die das Land durchquerten, waren von diesem exotischen Tanzstil fasziniert und erzählten später in ihren Reiseberichten davon. Die typischen Bewegungen des Bauchtanzes, die Kostüme sowie die Tatsache, dass viele der Tänzerinnen den Bauchtanz mit dem Ziel sexueller Animation vorführen, führt jedoch nicht selten dazu, dass der Bauchtanz als erotische Tanzform verstanden wird. Zwischen beiden Richtungen besteht jedoch keinerlei Verbindung.
Vielmehr geht es bei dem Bauchtanz um einen typisch weiblichen Tanz, welcher die Gefühlswelt und Kraft von Frauen zum Ausdruck bringen soll. In Ägypten zählen vor allem Frauen über 40 zu den beliebteren Tänzerinnen, da meist erst diese über genug Lebens- und Bühnenerfahrung verfügen, um den Tanz entsprechend zu interpretieren.

Bewegungsarten
Grundsätzlich kann man beim Bauchtanz zwischen zwei verschiedenen Stilrichtungen unterscheiden, nämlich zwischen dem ägyptischen Solotanz, bei welchem die Bewegung des Körpers in erster Linie aus der Mitte des Körpers erfolgt, und zwischen der westlichen Richtung, bei welcher die Bewegung hauptsächlich aus den Beinen kommt. Der Bauchtanz an sich zeichnet sich durch schlangenhafte, aber auch zum Teil sehr harte, rhythmische Bewegungen aus. Vornehmlich geht es darum, einzelne Körperregionen isoliert zu bewegen. Typisch für den Tanz ist beispielsweise das „Shimmy“, das isolierte Zittern der Hüften, bei welchem auch die am Bauchtanz Gürtel häufig angebrachten Metallverzierungen zum Klingen gebracht werden. Grundsätzlich geht es darum, dass die Tänzerin die Melodie des Tanzes interpretieren und mit ihrem Körper umsetzen muss.

Bauchtanz Hüftgürtel und Co.
Das Bauchtanzkostüm, so wie es heutzutage üblich ist, entstand 1920 in den Kabaretts von Kairo, Beirut und Algier. In der Regel besteht es aus einem meist mit Pailletten bestickten BH-ähnlichen Oberteil und dem typischen Bauchtanz Gürtel, der ebenfalls mit Pailletten besetzt ist und über den weitschwingenden Rock gelegt wird. Die Kostüme haben sich im Laufe der Zeit sehr verändert, auch heute sind zahlreiche verschiedene Modelle auf dem Markt, mal freizügiger, mal eher folkloristisch. Es ist durchaus üblich, statt des schwingen Rockes weite Hosen zu tragen. Ganz klassisch wird als Accessoire neben dem Bauchtanz Gürtel ein Schleier benutzt, der die Bewegungen der Tänzerin zusätzlich unterstreicht.