Nach einer Hüftoperation wieder beweglich und agil sein, ist auf jeden Fall möglich, wenn man sich an gewisse Regeln hält.
Die Ursache für Schmerzen in der Hüfte sind oftmals Fehlstellungen, die sogenannte Hüftdysplasie oder ein etwaiger Unfall. Während man vor einigen Jahren die Operation immer weiter bis ins hohe Alter hinausgeschoben hat, unterziehen sich heutzutage immer mehr Menschen schon in jungen einer Hüftoperation. Dabei ist nicht nur die Operation an sich entscheidend, sondern es erfordert auch einges an Geduld, um nach der Operation schnell wieder fit zu sein.
Wie läuft eine solche Operation ab?
- Es gibt verschiedene Möglichkeiten einer Hüftoperation. So werden zum Beispiel Teilprothesen oder auch Komplettprothesen implantiert. Bei einer Teilprothese wird entweder die Gelenkpfanne oder der Gelenkkopf ersetzt. Hingegen werden bei einer Komplettimplantation beide Teile ersetzt. Welche Maßnahme für den Patienten die Richtige ist, entscheidet der Arzt nach einer ausführlichen Untersuchung. Wenn letztendlich feststeht, welche Implantation gemacht wird, dann wird durch den Operationsarzt nur noch geklärt, ob man eine zementierte oder nicht zementierte Implantation bevorzugt. Die nicht zementierte werden oftmals bei jüngeren Patienten genutzt, denn dadurch ist es einfach, das Implantat wieder zu wechseln.
- Ein Wechsel der Prothese steht ungefähr nach zehn bis fünfzehn Jahren an. Ältere Patienten hingegen bekommen sehr oft die zementierte Version. Aber egal, für welche Methode sich der Arzt gemeinsam mit dem Patienten entscheidet, eine Hüftoperation gehört heute in vielen großen Kliniken zu den Routineoperationen.
Wie geht es nach der Hüftoperation weiter?
- Nach der Hüftoperation muss der Patient noch am selben Tag, die ersten Sitzübungen auf dem Bett machen. Und schon am nächsten Tag, wird mit Hilfe eines Krankengymnasten das Laufen mit Gehstützen geübt. Jeden Tag kommen weitere Übungen hinzu, sodass der Patient in der Regel nach acht bis zehn Tagen die Klinik verlassen kann. Oftmals schließt sich direkt nach der Hüftoperation die vierwöchige Reha an. Allerdings kann der Patient nach der Hüftoperation seine volle Beweglichkeit auch durch Krankengymnastik erlangen.
- Für die ersten Tage zu Hause gibt es diverse Hilfsmittel, damit alltägliche Dinge einfach verrichtet werden können. Zu den Hilfsmitteln gehören neben Gehstützen, eine Toilettensitzerhöhung, eine Greifzange und eventuell ein Drehsitz für den PKW. Von den Bewegungsabläufen kann der Patient fast alles tun. Er sollte nur darauf achten, dass das Hüftgelenk direkt nach der Hüftoperation nicht mehr als 90 Grad gebeugt wird. Ebenfalls sollte eine Außenrotation vermieden werden. In den wenigsten Fällen kommt es zu einer Luxation, also einer Auskugelung des neuen Hüftgelenkes. Ist dies der Fall, dann muss der Patient sofort ins Krankenhaus.