Hund begraben im Garten - wie vorgehen und worauf achten?

Einen Hund begraben im Garten eines Privatgrundstücks ist unter Beachtung der jeweiligen Landesvorschriften grundsätzlich erlaubt.


Der Gedanke, das vierbeinige Familienmitglied nach seinem Tod der Tierkörperverwertung zu überlassen, ist für die meisten Menschen nicht vorstellbar. Als letzten Dienst wollen sie den Hund begraben, im Garten seines Zuhauses. Auch finanzielle Erwägungen spielen eine Rolle, denn auch kleine Hunde bedeuten mehrere Hundert Euro Kosten für eine Einäscherung und einen Platz auf dem Tierfriedhof. Unter diesen Umständen ist die Entscheidung dafür, den Hund im Garten zu begraben naheliegend.

Rechtliches
Einen Hund begraben im Garten ist nur dann zulässig, wenn dieser Garten zu einem Privatgrundstück gehört. Öffentliche Parks oder Waldstücke dürfen dafür nicht genutzt werden. Hinzu kommt, dass das Grab nicht in unmittelbarer Nähe solcher öffentlicher Anlagen oder Wege angelegt werden darf. Auch wasserschutzrechtliche Vorschriften sind zu beachten. In Gebieten zur Gewinnung der Trinkwasserversorgung ist das Hund im Garten begraben auch auf Privatgrund verboten. Zu beachten ist, dass der Hund mit einer Erdschicht von 50 bis 80 Zentimeter Dicke bedeckt werden sollte.

Persönliches
Machen Sie sich früh genug Gedanken, an welchen Platz Sie Ihren alten Freund für seine letzte Reise betten wollen. Nichts ist schlimmer, als im Augenblick der größten Trauer auch noch mit einem Spaten in der Hand über das Grundstück zu irren. Genauso schlimm ist es, bei einer späteren Umgestaltung, den Hund begraben im Garten zu finden. Ist der Abschied Gewissheit und der Termin mit dem Tierarzt steht fest, überwinden Sie sich und bereiten das Grab bereits vor. Ihren Hund stört das nicht. Wenn Sie den Hund begraben, wickeln Sie ihn am besten in ein Laken aus Baumwolle und nicht in eine Kunststofffaser oder Plastikfolie, die nicht verrottet. Das Grab selbst, sollte tief genug sein, sodass über dem Körper Ihres Hundes mindestens die vorgeschriebene Erdschicht liegt, besser noch etwas mehr. Das verhindert, dass Tiere sich später daran zu schaffen machen. Auch eine schwere Platte oder ein großer Naturstein ist sinnvoll und markiert zugleich die Stelle. Es ist ein natürlicher Prozess, dass das Grab nach einiger Zeit absackt, weil der Körper verfällt. Häufen Sie besser von Anfang an einen kleinen Erdhügel darüber auf.