Hundebestattungen: Abschied vom treuen Begleiter

Stirbt ein Hund, ist das für sein Herrchen ein schlimmer Schicksalsschlag. Hundebestattungen können helfen, den Verlust zu verarbeiten.


Jahrelang war er der treueste Freund – ist der Hund gestorben, kann es helfen, die Trauer zu lindern, indem man dem Tier einen würdevollen Abschied bereitet. Oft hilft ein Ritual wie eine Bestattung dabei, Abschied zu nehmen. Doch viele Menschen haben Angst, von der Umwelt nicht ernst genommen zu werden, wenn sie sich für eine Hundebestattung entscheiden. Was ist daran übertrieben, einem geliebten Wesen Lebewohl zu sagen? Eine Hundebestattung ist keine Vermenschlichung des Tieres, sondern drückt die enge Bindung zwischen Mensch und Tier aus. Schließlich war der geliebte Vierbeiner der beste Freund und oft ein jahrelanger, treuer Begleiter.

Lange Tradition
Hundebestattungen haben eine Jahrtausende alte Tradition. Schon im alten Ägypten schoren sich die Menschen den Kopf, wenn ihr Hund verstarb. Genau wie ein Mensch wurde auch er einbalsamiert und beigesetzt. Im alten Rom wurde der Hund meist mit in der Familiengruft beerdigt und häufig auf dem Grabstein erwähnt. Friedrich der Große wünschte sogar bei seinen Hunden begraben zu werden, statt bei seinen Vorfahren.

Verschiedene Möglichkeiten
Jeder sollte für sich selbst entscheiden, wie er seinen Hund bestatten will. Wird ein Hund eingeschläfert, wird er normalerweise der Tierkörperverwertung zugeführt. Wenn Sie
das nicht möchten, gibt es natürlich auch andere Lösungen. Eine verbreitete Möglichkeit ist die Bestattung auf einem Tierfriedhof. Mittlerweile gibt es bereits über 100 Tierfriedhöfe in ganz Deutschland, für die Organisation kann man einen professionellen Tierbestatter heranziehen. Ein Tierbestatter holt den toten Hund von zuhause ab und bringt ihn zum Tierfriedhof oder Tierkrematorium.

Erdbestattung oder Einäscherung
Man kann sich für eine klassische Erdbestattung mit Holz- oder Pappsarg entscheiden. Viele Herrchen und Frauchen legen dem Tier noch eine Grabbeigabe bei, zum Beispiel sein Lieblingsspielzeug oder ein Leckerlie. Auch ein Grabstein ist möglich, ein Grabkreuz dagegen nicht. Wer eine schlichte Bestattung vorzieht, kann auch ein anonymes Grab wählen.
Im Kleintierkrematorium haben die Herrchen die Wahl zwischen einer Einzeleinäscherung oder einer Sammeleinäscherung. Bei der Einzeleinäscherung kann die Asche in einer speziellen Urne oder einem anderen Behälter aufbewahrt werden, auf Wunsch wird auch eine Abschiedszeremonie durchgeführt. Bei einer Sammeleinäscherung wird der Hund mit anderen Tieren zusammen eingeäschert. Die Urne wird an einem speziellen Ort, zum Beispiel einer Waldwiese oder einem Rosengarten bestattet.

Grab im eigenen Garten
Für viele Menschen ist der Gedanke, den Hund im eigenen Garten zu begraben, sehr beruhigend. Vielleicht ist die Lieblingsecke des Hundes, in der er gerne gedöst oder gespielt hat, eine gute Wahl.
Allerdings muss man vorher unbedingt klären, ob das Grundstück in einem Wasserschutzgebiet liegt, dann ist eine Hundebestattung nämlich leider nicht erlaubt. Ebenfalls verboten ist die Bestattung im eigenen Garten, wenn dieser an der direkten Grenze zu öffentlichen Wegen oder Plätzen hat. Die Grube muss mindestens 50 Zentimeter tief ausgehoben werden. Sie sollten jedoch bedenken, was passiert, wenn Sie einmal umziehen wollen. Für manche Menschen ist es außerdem schmerzhaft, täglich an den Tod des Vierbeiners erinnert zu werden.