Hundeimpfung: Was ist wichtig

Wer sich für die Anschaffung eines Hundes entschieden hat, weiß auch, dass nun viele Jahre voller Freude aber auch voller Verantwortung vor ihm liegen werden.


Genau wie für uns Menschen und jedes andere Lebewesen gibt es für Hunde im laufe ihres Lebens gesundheitliche Risiken. Durch den richtigen Umgang, artgerechte Haltung und bedarfsgerechte Ernährung kann jeder Hundehalter schon einen großen Beitrag zur Gesundheit seines Hundes leisten. Ganz wichtig für ein gesundes Hundeleben und auch zum Schutz des Menschen, sind die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, Parasitenbekämpfung und vor allem die Hundeimpfungen.

Gegen welche Infektionskrankheiten sollte geimpft werden
Geimpft werden sollte gegen HCC (Hepatitis contagoisia canis). Dies ist eine ansteckende Viruserkrankung, die sogenannte Leberentzündung. Sie wird über Speichel, Urin oder Kot eines infizierten Tieres übertragen. Gerade bei Welpen verläuft diese Krankheit häufig recht heftig und kann zum Tode führen.
Weiter sollte jeder Welpe gegen Staupe geimpft werden. Diese Hundeimpfung ist ebenfalls wichtig, weil eine Staupeinfektion bei Welpen lebensgefährlich sein kann. Das Staupevirus wird eingeatmet und kann Augen, Gehirn, sowie das Atmungs- und Verdauungssystem schädigen.
Leptospirose sind Bakterien, die blutige Magen-Darm-Entzündungen oder Schädigungen an Leber und Niere verursachen können. Vor allem ist diese Erkrankung auch für den Menschen gefährlich, also ganz wichtig bei der Hundeimpfung.
Die Erkrankung der Welpen an Parvovirose ist für einen Welpen in den meisten Fällen ein Todesurteil. Der Kontakt mit dem Virus führt zur Ansteckung, die Krankheit selbst zu schweren blutigen Durchfällen und Erbrechen. Durch den massiven Verlust von Flüssigkeit sterben die Welpen innerhalb kurzer Zeit.
Ebenfalls zum eigenen Schutz sollte jeder seinen Hund gegen Tollwut impfen lassen. Für Reisen ins Ausland ist die Hundeimpfung Pflicht. Das Tollwutvirus dringt über Verletzungen, sei es auch nur ein kleiner Kratzer in den Körper ein. Das Nervensystem wird schwer gestört und die Erkrankung führt schließlich zum Tode des Tieres.
Wer viel Kontakt zu Hunden hat, oder viele Tiere um sich hat, wie zum Beispiel in einer Hundeschule oder auch Züchter, kann seine Tiere auch noch vor Zwingerhusten, Borreliose oder Herpes schützen.

Wann sollte mit dem Impfen begonnen werden
Den ersten Immunschutz erhält der Welpe mit der Muttermilch – nur reicht dieser Schutz nicht bis zum Aufbau der eigenen Abwehr. Die erste Hundeimpfung sollte daher mit der achten Lebenswoche erfolgen und Staupe, HCC, Parvovirose und Leptospirose als Kombination enthalten. In der zwölften Lebenswoche wird diese dann wiederholt und mit Tollwut ergänzt.
Nach einem Jahr wird wiederholt, das richtet sich aber nach den Herstellern der Medizin und sollte mit dem Tierarzt abgeklärt werden.