Hundemarken: Pflicht für Hundehalter

Die Hundemarken zeigen dem kontrollierenden Ordnungsbeamten, dass der Hundehalter seiner Steuerpflicht nachkommt.


Hundemarken gibt es grundsätzlich zunächst in zwei Ausführungen. Einmal gibt es sie als Identitätsmarke, die in einigen Ländern gesetzlich vorgeschrieben ist. In Deutschland bezeichnet der Begriff gängigerweise die Steuermarke.

 

Steuermarke als Nachweis der Steuerzahlung

Die Steuermarke belegt, dass der Hundehalter die Hundesteuer zahlt. Hierzu ist ein Hund bei der jeweiligen Stadt- oder Kreisverwaltung anzumelden. Bei der Anmeldung ist auch die Rasse des Hundes anzugeben, da die meisten Gemeinden für sogenannte Kampfhunde einen erhöhten Steuersatz verlangen. Sofern man die Rasse nicht angeben kann, muss der Hund dem Ordnungsamt vorgestellt werden. Bei Verdacht kann unter Umständen ein Beisstest angeordnet werden um festzustellen, ob der Hund eine erhöhte Beisskraft hat und somit als Kampfhund einzuordnen ist. Die Höhe der Steuer richtet sich aber nicht nur nach der Rasse, sondern auch nach dem Wohnort. So sind in Köln zum Beispiel 156 Euro pro Jahr und Hund zu zahlen, in Düsseldorf 96 Euro. Einige Städte bestimmen denn Steuersatz zusätzlich auch nach Anzahl der Hunde. So kostet in Dortmund beispielsweise ein Hund 144 Euro pro Jahr, wenn man zwei Hunde hält, muss man bereits 192 Euro je Hund zahlen und bei drei oder mehr Hunden sogar 216 Euro je Hund. Die Anmeldung zur Hundesteuer ist Pflicht. Das Ordnungsamt kontrolliert, ob man seiner Steuerpflicht nachkommt, indem Beamte die Hundemarken von Hunden kontrollieren, die gerade spazieren geführt werden.

Mitführen ist Pflicht

Darum ist die Marke bei Spaziergängen stets mitzuführen. Die gesetzliche Grundlage ist von Stadt zu Stadt verschieden. Die genauen Regelungen finden sich im Hundesteuergesetz, in der Hundesteuersatzung oder in der Gemeindeordnung der jeweiligen Stadt oder des jeweiligen Kreises. In den meisten Städten ist vorgeschrieben, dass die Hundemarken am Hund zu befestigen sind, also am Halsband oder Geschirr. Viele Hundehalter tragen diese jedoch im Portmonee oder am Schlüsselbund mit sich, da man meist verschiedene Halsbänder hat und nicht immer wechseln möchte. Außerdem kostet eine neue Marke zwischen 2 Euro und 4 Euro, sofern man die alte verloren hat. Diese Hundehalter müssen sich unter Umständen jedoch auf eine Strafe einstellen. Diese kann, abhängig von der Stadt, zwischen 10 Euro und 40 Euro liegen. Sofern man die Marke gar nicht bei sich trägt, wird das Bußgeld noch höher. Wenn der Hund nicht angemeldet ist, kann man unter Umständen mit sehr hohen Strafen und einer Anzeige wegen Steuerhinterziehung rechnen. Aber auch hier richtet es sich sehr nach der Gemeinde. Manche lassen einen auch mit einem geringen Bußgeld und einer Verwarnung davon kommen. Auf Privatgrundstücken müssen Hundemarken nicht am Hunde angebracht sein. Aber auch Hunde, die nur auf dem Gelände gehalten werden, sind generell anzumelden.