Hundepsychologe: Wann wird er herangezogen

Für manche mag der Begriff Hundepsychologe fremd und zum Teil seltsam wirken. Doch schon wenn es um das Führen größerer Hunde in der Öffentlichkeit geht, kommt diese Berufsgruppe zum Einsatz.


In speziellen Schulen lehren Hundepsychologe Hunden das Einmaleins des guten Benehmens: Das heißt auf das Wort des Besitzers zu hören und Befehlen zu folgen. Über Trainings und Tests kann festgestellt werden, inwiefern der Hund für die Öffentlichkeit eine Gefahr darstellen könnte. Besteht der Hund den Test beim Hundepsychologen, so darf der Besitzer einen Sicherheitsschein für sein Tier mit sich tragen und je nach Ort auch auf den Maulkorb verzichten.

Der Hundepsychologe im öffentlichen Dienst
Hundepsychologische Dienste werden sogar direkt von staatlichen Institutionen angeboten beziehungsweise unterstützt. Sie sollen die Erziehung des jeweiligen Hundes einschätzen und sein Verhalten bewerten. Hundeführer, die seit längerem Probleme mit ihren Tieren haben, können sich auch privat an Schulen wenden. Hier können Kurse und Ausbildung gebucht werden. Die Hunde lernen von Grund auf, Befehlen zu gehorchen oder sogar ihr Herrchen in Notfällen zu verteidigen. Ebenso kann der Hundepsychologe die Tiere zu Blindenführern erziehen. Die Einsatzorte von Hundepsychologen sind so gesehen ausgesprochen vielseitig. Sie können pragmatische, öffentliche oder rein hobbybedingte Hintergründe haben.

Verhaltenstherapie
Nicht selten wenden sich Hundebesitzer an den Hundepsychologen, wenn es zu alltäglichen Problemen im Umgang mit ihren Vierbeinern kommt. Gerade wenn diese sich ungewohnt aggressiv verhalten, sollte der Psychologe herbeigezogen werden. Je nach Ursache für das aggressive Potenzial kann er in wenigen Wochen eine wirksame Änderung herbeiführen. Die Anwesenheit der Hundebesitzer ist dabei selbstredend unabdingbar, denn letztlich soll das Tier auf seine Bezugsperson und nicht auf den Trainer hören. Wer selbst die Ausbildung übernehmen möchte, kann sich in den Tierschulen hilfreiche Anregungen holen oder sich selber zum Trainer ausbilden lassen. Als solcher kann man die Bewegungsabläufe und Verhaltensmuster der verschiedenen Charaktere von verschiedenen Hunden richtig einschätzen und in Ausbildung wie Alltag entsprechend reagieren. Grundsätzlich, so lassen die meisten Hundepsychologen verlautbaren, ist jeder Hund erziehbar. Selbst die schwersten Fälle können in wenigen Wochen zu „Anstand und Ordnung“ erzogen werden. Gerade für den Alltag und selbst den Schutz der Öffentlichkeit ist die Berufsgruppe entsprechend wichtig.