Hundeverordnung der Länder - was regeln sie?

Es gibt einige Millionen Hundebesitzer in Deutschland. Nur wenige wissen, dass es eine Hundeverordnung gibt und noch weniger, was darin geregelt ist.


Ein Grundverständnis für gewisse Rechte und Pflichten haben die meisten Hundebesitzer. Welche der Gesetzgeber vorsieht, ist den meisten unbekannt. Tatsächlich existiert nicht nur eine Hundeverordnung, sondern sechzehn. Jedes Bundesland hat seine eigene. Sie unterscheiden äußerlich bereits in der Reihenfolge der Gesetze. Viele Hundeverordnungen beginnen mit den Gefahren, die von einem Hund ausgehen. Andere beginnen mit der Meldepflicht oder dem Anwendungsbereich.

Die Hundeverordnung regelt das Zusammenleben von Mensch und Hund
Grob unterteilt findet man in der Hundeverordnung Vorschriften über das Halten und Führen eines Hundes, wohin er mitgenommen werden darf, welche Rassen als gefährlich einzustufen sind und welche Ausbildungen für Hunde nicht zulässig sind. Auch, wenn sich der größte Teil der Hundeverordnung der Länder fast wörtlich deckt, heben einige Verordnungen sich ab. So hat Hessen beispielsweise den Paragraphen 10, der die Unfruchtbarmachung von bestimmten, den gefährlichen Rassen zuzuordnenden Hunden, vorschreibt. Schleswig-Holstein führt das Thema gar nicht auf, während es in Rheinland-Pfalz in ähnlicher Form und in Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg lediglich als Unterpunkt aufgeführt. wird.

Die Regeln für den Alltag aus der Hundeverordnung
Um nicht erst über seine Rechte und Pflichten als Hundehalter durch ein Gerichtsverfahren informiert zu werden, lohnt sich ein Blick in de Hundeverordnung seines jeweiligen Bundeslandes. Die allgemeinen Bestimmungen sind zumindest inhaltlich gleichlautend, auch wenn ihre Aufzählung von Land zu Land unterschiedlich ist. Gemeinsam gilt, dass man als Hundebesitzer dafür zu sorgen hat, dass der Hund nicht unbeaufsichtigt außerhalb des eigenen Grundstücks herumläuft. Beim Ausführen des Hundes ist auf das Anlegen von Halsband und Leine zu achten, die angebrachte Steuermarke und Identifizierungsmöglichkeit müssen ebenfalls am Halsband (oder Geschirr) befestigt sein. Alle Verordnungen heben ausdrücklich hervor, dass der Umgang mit Hunden außerhalb des privaten Geländes nur Personen gestattet ist, die geistig und körperlich einen Hund führen können. Zu keiner Zeit darf wegen eines Mangels in einem der Punkte eine Gefährdung vom Hund für Dinge, Tiere und Menschen ausgehen. Ein Satz, der einem sicher schnell einfällt, wenn man Kinder im Grundschulalter allein mit großen Hunden sieht. Das Thema Zuverlässigkeit im Zusammenhang mit dem Halten und Führen von Hunden wird überall gesondert aufgegriffen und genauer erläutert.

Ordnungswidrigkeiten
Dass der Hund nichts an Orten wie Schwimmbäder, Kirchen, Krankenhäuser, Schulen, Kinos und speziell auf Kinderspielplätzen verloren hat, ist extra mit eigenen Paragraphen geregelt. An welchen Orten man Leine und Maulkorb benötigt, kann man natürlich auch nachlesen. Abgerundet wird die Hundeverordnung durch die Aufzählung diverser Ordnungswidrigkeiten, die in besonders schweren Fällen der Zuwiderhandlung mehrere Tausend Euro Strafe kosten können.