Hygiene bei der Eis-Herstellung - (K)ein Problem in deutschen Eisdielen?

Man hört es immer wieder: Salmonellen im Eis, Menschen im Krankenhaus. Doch wie schlimm ist es in deutschen Eisdielen? Wird bei der Eis-Herstellung auf Hygiene geachtet?


Wussten Sie, dass die allererste Eisdiele des Landes im hamburgischen Alsterpavillion eröffnet wurde? Dies geschah schon im Jahre 1799, kurz nachdem die erste Eismaschine erfunden wurde! Kaum zu glauben daher, dass industriell gefertigtes Eis erst 1876 möglich war. Stellen Sie sich vor wie teuer das Eis wohl dann im Alsterpavillion zur Jarhundertwende gewesen sein muss.
Zum Glück ist Speiseeis heute nicht mehr ganz so teuer, obwohl uns bei Preisen von manchmal mehr als einem Euro pro Kugel die Lust vergehen könnte. Vielen Eisliebhabern steht da schon dann und wann die Stirn vor Sorge in Falten bei der Frage woher die Lust auf Süßes denn in Zukunft finanziert werden soll...
Das einzige, worum sich aber der deutsche Fan des süßen Kalten keine Gedanken machen muss, ist die Hygiene bei der Eis-Herstellung und im Verkauf der Eislokale. Denn diese sind bis auf die üblichen wenigen schwarzen Schafe gut!

Seien Sie unbesorgt
Wer sich das nächste Mal eine gute Kugel Eis bei der nächsten Gelaterie gönnen möchte, sollte sich keine Sorgen machen. Denn wenn das Eis in der Vitrine einen guten Eindurck macht, dann kann getrost davon ausgegangen werden, dass keine Bakterien oder gar Verdorbenes lauert. Denn mehrere Stichproben renommierter Institute und die regelmäßigen Kontrollen haben bewiesen, dass die Hygiene in deutschen Eislokalen vollkommen okay ist. Auch Fertigeis kann getrost konsumiert werden, denn dieses Lebensmittel gilt dadurch, dass tagtägliche Kontrollen unternommen werden, als hygienisch sicherstes Lebensmittel.

Kontrollen, auf die man sich verlassen kann
Auch die Vorschriften in Eisdielen, die relativ streng sind und als unumgänglich gelten, tragen dazu bei, dass sich der Konsument auf gute Qualität bei der Eis-Herstellung verlassen kann. So ist es Pflicht, dass jeder der offen Eis verkauft, ein Gesundheitszeugnis vorlegen kann. Außerdem unterziehen sich Eisverkäufer, die in speziellen Vereinigungen wie im Bundesverband der Milchgaststätten Mitglied sind, regelmäßigen Stichproben. Das Ganze geschieht dann zusätzlich zu den Kontrollen der ortsansässigen Gesundheitsämtern.

Aber auch Sie selbst können mit ein wenig Aufmerksamkeit nochmals auf Nummer sicher gehen. Folgende Dinge sollten Sie nämlich an der Qualität des Eises zweifeln lassen:

  • Die Kühltruhe wirkt unnatürlich warm, dafür, dass sie eigentlich kühlen sollte.
  • Das Eis sieht an der Oberfläche angeschmolzen aus.
  • Die Eisportionierungszange steht in dreckigem Wasser.
  • Der Verkäufer sieht ungepflegt aus.
  • Das Etablissment sieht dreckig aus.

Augen auf!
Restaurantfachleute raten jedem Konsumenten außerdem einen Blick in die sanitären Räume für die Gäste zu werfen. Lassen sich dort schon mangelhafte hygienische Zustände finden, so wird das hinter der Theke und im Eisproduktionsraum auch nicht anders sein.
Und ein Rat am Ende: Das beste für eine Eisdiele aber auch für Eis und Konsumenten ist es, wenn das Cafe gut besucht ist. Dann ist das Eis immer frisch und steht nicht lange in der Kühltheke. Außerdem ist ein florierender Betrieb immer auch ein Zeichen für leckeres Speiseeis. Guten Appetit!