Hygiene Standard - Die Lehre von der Verhütung von Krankheiten

Um in der heutigen Zeit Bakterien und Viren entgegenzuwirken, sollte auf einen hohen Hygiene Standart geachtet werden.


Hygiene ist die Lehre von der Verhütung der Krankheiten und der Erhaltung und Festigung der Gesundheit. Hygiene kommt aus dem Griechischen und bedeutet "der Gesundheit zuträgliche Kunst". Hygiene befasst sich also mit der Reinhaltung des Körpers und der Kleidung sowie der Arbeitsumgebung. Hierzu zählen insbesondere Maßnahmen, die die ungewollte Vermehrung von Bakterien und Mikroorganismen und so die Ausbreitung von Krankheiten verhindern.

 

Hygienemaßnahmen gesetzlich festgelegt

Im Bundesseuchengesetz und im Lebensmittelgesetz sind verschiedene hygienische Maßnahmen für gewerbliche Einrichtungen, öffentliche Gebäude und Haushalte vorgeschrieben. Weiterhin unterscheidet man zwischen Betriebshygiene und Personalhygiene. Zum Hygiene Standard zum Beispiel im Küchenbereich gehören: Benutztes Geschirr umgehend abwaschen, da sonst Ungeziefer angelockt wird oder Bakterien sich vermehren können, nach Verarbeitung von Geflügel Arbeitsflächen und Arbeitsgeräte reinigen, da sich sonst Salmonellen vermehren können.

 

Historische (Un-) Sauberkeit

Bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden Sauberkeit und Desinfektion in der Medizin nicht als notwendig angesehen. Einen Hygiene Standard gab es damals nicht. So wurden die Operationsschürzen der Chirurgen praktisch nie gewaschen und waren darum schwarz, damit die eingetrockneten Blutflecken nicht so auffielen. Medizinische Instrumente wurden vor dem Gebrauch nicht gereinigt. So wurden in einem Pariser Krankenhaus die Wunden von unterschiedlichen Patienten nacheinander mit demselben Schwamm ausgewaschen.

 

Bedeutung der Desinfektion

Ignaz Semmelweis gelang in den 1840er Jahren erstmalig der Nachweis, dass Desinfektion die Übertragung von Krankheiten eindämmen kann. Sir Joseph Lister, ein schottischer Chirurg, benutzte erfolgreich Karbol zur Desinfektion von Wunden vor der Operation. Er war zunächst der Meinung, dass Infektionen durch Erreger in der Luft verursacht würden. Eine Zeit lang wurde darum während der Operation ein feiner Karbonnebel über dem Patienten versprüht, was wieder aufgegeben wurde, als man erkannte, dass Infektionen hauptsächlich von Händen und Gegenständen ausgingen, die in Kontakt mit den Wunden kamen.

 

Max von Pettenkofer hatte ab 1865 den ersten Lehrstuhl für Hygiene in Deutschland inne und gilt als Vater der Hygiene. Weitere bekannte Forscher auf dem Bereich der Hygiene waren Louis Pasteur und Robert Koch.