Es ist bewiesen, dass ein hoher Blutdruck Diabetes begünstigt, etwa 75 Prozent der Diabetiker weisen einen zu hohen Blutdruck auf. Diabetes und Hochblutdruck (Hypertonie) zusammen steigern das Risiko von Folgeerkrankungen immens. Der Blutdruck wird durch Systole und Diastole gemessen. Die Systole beschreibt den maximalen Blutdruck, der durch die Austreibphase des Blutes aus dem Herzen zustande kommt.
Die Diastole hingegen stellt den minimalen Blutdruck dar, der durch das Öffnen der Aortenklappe entsteht. Ein hoher Blutdurck ist vorhanden, wenn der systolische Wert über 140 mm Hg (Millimeter Quecksilbersäule) und der diastolische Wert über 90 mm Hg liegt. Ein optimaler Blutdruck liegt bei 120 zu 80 mm Hg. Um von Hypertonie sprechen zu können, müssen hohe Blutdruckwerte an mindestens zwei verschiedenen Tagen „mehrmals“ vorliegen. Hypertonie kann Herz und Gefäße stark verändern und ernste Folgen haben, zum Beispiel Herzinfarkt und Schlaganfall. Ein Diabetiker mit Bluthochdruck hat ein vierfach höheres Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden als ein Mensch ohne Diabetes und mit normalem Blutdruck. Je niedriger der Blutdruck ist, desto geringer ist das Risiko eines Herzschadens. Liegt eine Nierenschädigung (Nephropatie) vor, sollte der Blutdruck 130 zu 80 mm HG nicht überschreiten.