\"Ich fühl mich so schlapp\" - die Fastenkrise

Fasten schafft Hochgefühle, aber es kommen auch Phasen, in denen man sich kraftlos fühlt. Doch bei einer Fastenkrise ist man nicht machtlos.


Es ist schließlich auch im alltäglichen Leben normal, dass man sowohl zu bestimmen Tageszeiten oder auch mal einige Tage hat, an denen man sich einfach kraftlos und müde fühlt. Beim Fasten ist dies ebenso der Fall. Im Grunde überwiegt zwar spätestens nach den ersten Tagen ein Hochgefühl, sodass man sich eher gestärkt als geschwächt fühlt. Dies liegt an dem erhöhten Ausstoßes des Glückshormons Serotonin, der durch die hormonelle Umstellung zustande kommt. Doch es folgen auch Phasen voller Müdigkeit und Unlust - dann steckt man mitten in der Fastenkrise.
Es ist normal, dass die Leistungsfähigkeit in den ersten Tagen um bis zu 50 Prozent geringer ist. Dies liegt daran, dass der Körper zu allererst seine Glukogen-Speicher leert und sich erst auf die sogenannte „innere Ernährung“ umstellen muss. Wenn man nun den Fehler begeht sich zu wenig zu bewegen, weil man sich schlapp fühlt, begünstigt man den Muskelabbau, da der Körper sich die Energie aus dem Muskeleiweiß holt. Mit viel und der richtigen Bewegung kann man dies nicht nur verhindern, sondern in manchen Fällen auch einen Muskelaufbau erreichen.

Müdigkeit und Schwächegefühle
Es ist eigentlich eher ungewöhnlich, wenn man während einer Fastenkur unter Müdigkeit leidet. Üblicherweise brauchen fastende Menschen eher weniger Schlaf als sonst und sind sogar munterer als vorher. Eine anhaltende Müdigkeit während der Kur, kann eintreten, wenn man schon vor der Kur unter Schlafmangel litt oder sich längere Zeit erschöpft fühlte. In diesem Fall ist es umso notwendiger mindestens in den ersten Tagen für viel Ruhe zu sorgen und alle Hektik so gut es geht aus dem Alltag zu verbannen. Schwächegefühle, die bis zu Schweißausbrüchen und zittrigem Unwohlsein führen, treten am ehesten bei Menschen auf, die einen niedrigen Blutdruck haben. Mit einigen Tricks können Sie sich aber wieder stärken und die positiven Seiten der Fastenkur genießen, ohne die Kur abzubrechen.

Viel Flüssigkeit und Honig als Stärkung
Wenn Sie in einer schwachen Phase stecken, können Sie folgende Sachen ausprobieren um sich zu stärken. Zunächst hilft es oft erst einmal etwas zu trinken. Am besten ist ein Tee, den Sie mit einem Teelöffel Honig zu sich nehmen. Der hochwertige Zucker im Honig gibt Ihnen einen kleinen Energiekick. Dazu sollten Sie sich sofort aufraffen und sich kurz, etwa zehn Minuten, bewegen und in irgendeiner Weise aktiv werden. Wiederholen Sie solche kurzen Bewegungsphasen in Abständen. Auch können Sie ein halbes Glas Buttermilch, Molke oder einen Fruchtsaft, beispielsweise Aprikose, trinken um sich eine Extra-Portion Vitamin- und Mineralstoffe zu holen. Dies bewirkt oft schon eine Besserung - so haben Sie ruckzuck die Fastenkrise überwunden.