Ihren Hund zu bürsten, muss nicht schwer sein

Wie Sie Ihren Hund bürsten, hängt vor allem von der jeweiligen Rasse ab. Mit dem richtigen Vorgehen machen Sie das Bürsten für Ihr Haustier zum Genuss und unterstützen zudem die Fellpflege.


Es gibt gute Gründe, Ihren Hund zu bürsten: Schmutz und Hautschüppchen werden aus seinem Fell entfernt, Kreislauf und Durchblutung angeregt. Zudem erkennen Sie Parasitenbefall rechtzeitig. Das Wohlbefinden des Vierbeiners steigert sich bei richtigem Bürsten – wie bei einer Streicheleinheit. Plus: Es stärkt die Bindung zu Ihrem Liebling.

Allgemeines zum Thema „Hund bürsten“

  • Unabhängig vom Haartyp sollten Sie täglich mindestens eine Viertelstunde einplanen, um Ihren Hund zu bürsten. Das gilt nicht nur zum Fellwechsel.
  • Damit Ihr Vierbeiner sich problemlos bürsten lässt, gewöhnen Sie ihn schon als Welpen daran. Er sollte immer Positives damit verbinden. Dieses erreichen Sie mit ganz kurzen Pflegeeinheiten. Langsam steigern und die Leckerlis nicht vergessen. Geduld, gehen Sie niemals grob vor!
  • Verwenden Sie nur zum Felltyp passende, hochwertige Kämmwerkzeuge ohne scharfe Kanten. Ansonsten riskieren Sie, Haut und Haare Ihres Hundes zu verletzen.

Pflegeleichte glatt- und kurzhaarige Rassen

  • Diese Fellart zeichnet sich durch dichte kräftige Deckhaare aus. Unterwolle ist bei diesen Rassen meist wenig vorhanden.
  • Pflegehandschuhe, Noppenbürsten und dichte Naturhaarbürsten eignen sich zur Fellpflege. Es ist wichtig, abgestorbene Haare zu entfernen, da sie sonst zu Juckreiz führen. Dafür und auch zum Entfernen von Unterwolle benutzt man engzinkige Kämme.
  • Beginnen Sie am Kopf, wenn Sie Ihren Hund bürsten. Arbeiten Sie in Wuchsrichtung des Haares wie auch gegen den Strich.

Mehr Aufwand bei langhaarigen Hunden

  • Die Kämme sollten immer weit-, nie engzinkig sein, um das Fell gut durcharbeiten zu können. Sinnvoll sind antistatische Kämme und Fellentwirrungskämme. Fellglanz als Finish bringen Naturhaarbürsten.
  • Für dicht behaarte Körperregionen benötigen Sie zusätzlich eine Unterwoll- oder Drahtbürste. Kürzen Sie die Haare zwischen den Zehenballen und im Genitalbereich mit einer Pfotenschere, um Entzündungen und Verschmutzungen vorzubeugen – auch bei Rauhaar.
  • Bürsten Sie in Wuchsrichtung der Haare. Dabei entfernen Sie sanft Knötchen und Verfilzungen.

Rauhaarige Rassen

  • Bei Rauhaarfell brauchen Sie einen stabilen Kamm mit weitem oder mittlerem Zinkenabstand, um Ihren Hund zu bürsten. Legen Sie sich außerdem eine Zupfbürste zu. Diese zupft gezielt die Unterwolle aus dem Fell und hinterlässt es glänzend und gepflegt.
  • Regelmäßiges Scheren und Trimmen ist Pflicht. Wenn nötig, können ein Entfilzer und ein passendes Trimmmesser hilfreich sein. Abgestorbenes Haar lässt sich per Hand auszupfen.
  • Bürsten Sie erst sanft gegen und dann mit dem Strich. Das bringt Volumen und entfernt Verschmutzungen.