Impfschäden - Eine Gefahr bei allen Impfungen?

Die meisten Impfungen, egal ob es eine aktive oder eine passive Impfung oder eine Lebend- oder Totimpfung ist, sollen keine großartigen Nebenwirkungen hervorgerufen werden. Impfschäden treten im Allgemeinen eher selten auf


Bei den meisten Impfungen, egal ob man eine aktive oder eine passive Impfung, eine Lebend- oder Totimpfung vornimmt, werden die Nebenwirkungen als harmlos beschrieben. Von leichten Rötungen an der Injektionsstelle ist die Rede, die in der Regel von leichtem Fieber und einer allgemeinen Müdigkeit begleitet werden. Zwar sind viele Infektionskrankheiten heutzutage in Deutschland ausgerottet, dennoch bietet erst das Impfen einen sicheren Schutz gegen die unterschiedlichen Erreger. Viele Eltern fragen sich daher, wie sich das Risiko von Imüfschäden im Vergleich zu den Vorteilen einer Immunisierung gegen die jeweiligen Krankheiten verhält.

 

Schwere Impfreaktionen möglich
Kommt es allerdings zu einer schweren Impfreaktion, kann dadurch auch ein Impfschaden entstehen. So erlitt zum Beispiel ein Patient nach einer Hepatitis A und B Impfung drei Tage nach dem zweiten Teil starke Gelenkschmerzen, die nach sieben Tagen in eine grippeartige Reaktion umschlugen. Hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, starke Gelenkschmerzen und totale Abgeschlagenheit waren die Folge. Der Mann musste daher fünf Tage im Bett verbringen und war arbeitsunfähig.
Bei einer anderen Patientin traten direkt am nächsten Tag nach der Impfung Schmerzen in der rechten Schulter auf. Nach drei weiteren Wochen kam es zu Lähmungserscheinungen in der rechten Körperhälfte, einem ausgeprägtem Schwindelgefühl und damit verbunden auch zum Erbrechen. Nur in seltenen Fällen kann es zu dauerhaften Schäden kommen.

 

Ausbruch der Impfkrankheit
Wenn der Impfstoff noch intakte Erreger erhält, sprich mit einem Lebendimpfstoff geimpft wurde, und das Immunsystem geschwächt ist, kann es zum Ausbruch der Impfkrankheit kommen. Dann bricht die Krankheit, gegen die man den Körper immunisieren wollte, aus. Zwar verläuft sie dann in den meisten Fällen in abgeschwächter Form, dennoch kann sie Schäden anrichten. Ein Beispiel hierfür wäre die Impfung gegen Tuberkulose. Die Schäden standen in keinem Verhältnis zum Nutzen und so nahm die Ständige Impfkommission (STIKO) auch 1998 ihre Empfehlung zurück.

 

Impfschäden bei Kindern
Die eventuellen Impfschäden, die bei Kindern Krampfanfälle, Lähmungen, Blutbildungsstörungen, schwere allergische Reaktionen oder sogar Wesensänderungen verursachen können, halten Eltern immer wieder davon ab, ihre Kinder impfen zu lassen. Allerdings treten solch schwere Reaktionen äußerst selten auf. Vermutlich weniger als ein Fall auf eine Million Impfungen, genaue Zahlen gibt es hierzu nicht. 2001 wurden bei ca. 20 Millionen durchgeführten Impfungen 321 Verdachtsfälle gemeldet. Davon standen 14 Fälle im Verdacht, entweder den Tod oder einen schweren Schaden herbeigeführt zu haben. Keine der Vermutungen konnte aber bestätigt werden.

 

Risiko relativ gering
Daher ist das Risiko eine Impfreaktion nach einer Immunisierung davon zu tragen relativ gering. Die Neuerkrankungen an diversen Krankheiten, gegen die ein Impfstoff existiert, ist aber immer noch vorhanden und bestätigt sich immer wieder von neuem. Viele Ärzte vertreten daher die Meinung, dass man eher impfen sollte, als sich der Gefahr einer Krankheit auszusetzen.