Weltweit ist der Gebärmutterhalskrebs die zweithäufigste Krebsart bei Frauen. Nach Angaben der Weltgesundheits-organisation (WHO) sterben jährlich 250.000 Frauen an diesem Unterleibs-Krebs. Die Prozentzahl ist in Entwicklungsländern deutlich erhöht, da meist keine ausreichende medizinische Versorgung und somit auch keine Möglichkeiten zur Früherkennung bestehen. Seit März 2007 empfiehlt nun die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren den neu entwickelten Impfstoff Gardasil gegen das Papillomvirus.
Ein Wundermittel ohne Lizenz?
Das innovative „Wundermittel“ gegen die Humane Papillomviren (HPV) wird zwar inzwischen sogar von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, bleibt aber auch bei vielen Schulmedizinern ein umstrittenes Thema. Ohne das Abwarten weiterer Studien wurde der Impfstoff auf den Markt gebracht und die Impfung medial bepriesen. Weder eine „langfristige“ Wirkung des Impfschutzes ist sicher gestellt , noch sind etwaige negative Spätfolgen erforscht. Bisher konnte diese nur über einen Zeitraum von fünf Jahren bestätigt werden.
Ansteckungsgefahr
Das Infektionsrisiko ist bei ungeschützem Sex hoch. Zwei Drittel aller Frauen stecken sich mindestens einmal im Leben mit dem Papillomvirus an. Doch nur bei 20 – 30 Prozent kommt es zur Einnistung und Tumorbildung des Erregers. Die restlichen Infizierten bemerken die Ansteckung häufig nicht, da der Virus innerhalb eines Jahres wieder aus dem Körper verschwindet.
Impfung
Die HPV-Impfung wird in drei Dosen verabreicht. Im Abstand von einem halben Jahr wird der Impfstoff gegen das krebserregende Papillomvirus intramuskulär injiziert. Nebenwirkungen können wie bei jeder Impfung auftreten. Es kann zu Schwellungen, Rötungen und Juckreiz rund um die Einstichstelle und leichtem Fieber kommen. Schwerwiegende Reaktionen auf die Impfung sind bisher nicht bekannt.
Information einholen
Bevor Sie sich zu der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs entscheiden, sollten Sie genaue Informationen bei Ihrem Gynäkologen einholen. Besonders die Aufklärung von Mädchen, die noch keinen Geschlechtsverkehr hatten, ist erforderlich. Eine Erkrankung an dieser Krebsform muss heute nicht mehr zwangsläufig tödlich verlaufen, da man bei jedem Frauenarztbesuch auf die Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung aufmerksam gemacht wird.