Impotenz durch Probleme mit der Prostata

Probleme mit der Prostata führen häufig zu Impotenz. Zum Teil sind diese reversibel.


Die Prostata wird auch Vorsteherdrüse genannt und ist als männliche Geschlechtsdrüse für etwa 30 Prozent der Samenproduktion zuständig. Sie ist für die Fortpflanzung von großer Bedeutung. In ihrer Flüssigkeit stecken Stoffe, die Einfluss auf die Beweglichkeit der Spermien und die Befruchtungsfähigkeit haben. Sie liegt unterhalb der Harnblase und umgibt die Harnröhre. Im Alter vergrößert sie sich, was zu verschiedenen Beschwerden führen kann.

Impotenz durch Prostatavergrößerung?
Leiden jüngere Männer unter Erektionsstörungen, kann dies an einer Prostatavergrößerung liegen.
Auch eine Prostataentzündung kann Schuld haben. Die akute Prostataentzündung äußert sich in Fieber, Prostataschmerzen, Schmerzen beim Wasserlassen und allgemeinem Unwohlsein. Eine chronische Entzündung ist geprägt von ziehenden Schmerzen, die die Lust dämpfen können und dadurch natürlich auch Erektionen verhindern. Hier helfen Antibiotika sowie anti-entzündliche Medikamente.

Gutartige Prostatavergrößerung
Bei einer benignen Prostatahyperplasie, also einer gutartigen Prostatavergrößerung, treten bei etwa 30 Prozent der Betroffenen Erektionsstörungen auf.
Medizinisch kann die Prostatahyperplasie auf verschiedene Arten behandelt werden. Entweder wird überschüssiges Gewebe entfernt, medikamentös behandelt, oder aber die Prostata wird von innen ausgehöhlt, man spricht dann von einer Prostataausschabung. Hiernach kommt es häufig zu einer rückwärtigen Ejakulation, die Samenflüssigkeit vermischt sich in der Harnblase mit dem Urin,
bei circa fünf bis 25 Prozent der Patienten kommt es dann zu Erektionsstörungen, weil die umliegenden Nerven geschädigt werden, bei manchen Patienten ist aber auch eine Verbesserung spürbar,
Bei einer stark vergrößerten Prostata hilft nur noch eine Operation, auch hier kommt es meist zu einer rückwärtigen Ejakulation. Patienten sind zwar nicht mehr zeugungsfähig aber noch orgasmusfähig.

Probleme mit Prostata - Erektionsstörungen durch Prostatakrebs
Im Alter vergrößert sich zum einen die Prostata, zum anderen erhöht sich das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken. Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebsart bei Männern, das Risiko erhöht sich für Männer über 40. Oft leiden Betroffene nur an sehr geringen Beschwerden, wodurch die Krankheit schwer zu erkennen ist. Erst im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu Erektionsstörungen und Ejakulationsstörungen.
Bei der Behandlung des Prostatakrebs sind typische Nebenwirkungen Impotenz und Verlust der Libido. Werden jedoch nicht-steroidale Antiandrogene verabreicht, bleibt die Erektionsfähigkeit erhalten.
Nach einer Prostataentfernung sind 90 bis 95 Prozent der Patienten impotent. Konnten die Nerven beidseitig geschont werden, können etwa 25 Prozent nach sechs Monaten wieder ohne jegliche Hilfsmittel eine Erektion erlangen. Für eine solche Operation muss der Prostatakrebs jedoch frühzeitig erkannt werden, auch erhöhen sich die Chancen, je jünger der Patient war, und je besser seine Erektionsfähigkeit vorher war. Ab 45 sollte man daher die jährliche Vorsorgeuntersuchung wahrnehmen. Mit einem Bluttest lässt sich schnell bestimmen, ob weitere Untersuchungen notwendig sind.