Impotenz durch zuviel Alkohol

Alkohol in Maßen schadet nicht. Doch wie immer ist es die Menge, die problematisch werden kann.


Ein Gläschen in Ehren, kann keiner verwehren. Wenn aus dem Gläschen jedoch täglich mehrere werden, stehen die Chancen „gut“, dass Mann sich unter Umständen von der eigenen Potenz verabschieden kann. Kleine Mengen Alkohol dagegen fördern sogar oft die Erektionsfähigkeit des Mannes, da Alkohol auf die Psyche enthemmend und gefäßerweiternd wirkt. Glück also für alle Männer mit dem unangenehmen Potenzproblem: Auf Rauchen sollte schließlich hierbei komplett verzichtet werden. Bei Alkohol dagegen, sollte lediglich auf die Menge geachtet werden. Denn ein Feierabendbier ist keine Gefahr.

Übermäßig viel Alkohol ist jedoch ein Risiko
Leider gehören „moderat“ und „kontrolliert“ nicht gerade zu den passendsten Adjektiven, wenn es darum geht, die Alkoholgewohnheiten vieler Männer zu beschreiben. Dies können die meisten Männer schon aus eigener Erfahrung nur bestätigen: Wenn der Wille noch da, aber eine gewisse Promillegrenze überschritten ist, dann macht der Penis meistens auch nicht mehr mit. Bereits ein Alkoholpegel von 0,4 bis 0,5 im Blut, verringert schon die Erektionsfähigkeit und ab einem Promille, klappt es meist schon gar nicht mehr. Das Gute daran ist zumindest, dass bei solchen übermäßigen Alkoholgenüssen, die nur hin und wieder vorkommen, der Verlust der Potenz nur vorübergehend ist und die Fähigkeit zur Erektion im nüchternen Zustand wieder komplett da ist.

Nervenschädigung durch Alkohol
Sogenannter übermäßiger Alkoholgenuss führt jedoch unter Umständen zu dauerhafter Impotenz. Alkoholismus gehört zu den ernstzunehmenden Risikofaktoren, da es das periphere Nervensystem schädigen kann. Dieses beinhaltet alle Nerven des Körpers, außer Gehirn und Rückenmark, die das zentrale Nervensystem bilden. Übermäßiger Konsum wird bei einer wöchentlichen Menge von mehr als 600 Gramm Alkohol, also etwa 15 Liter Bier, festgelegt. Die Auswirkung auf das periphere Nervensystem ist, dass es auf eine Wiese geschädigt wird, dass es nicht mehr in der Lage ist, Signale des zentralen Nervensystems zu empfangen. Hinsichtlich der Geschlechtsorgane bedeutet es, dass die Penisnerven keine Signale empfangen können. Solche Schäden sind in der Regel irreversibel, also unumkehrbar.

Testosteronverlust kommt hinzu
Ein weiterer Faktor, der zu Potenzstörungen führt, hängt mit der alkoholbedingten Leberschädigung zusammen. Wenn die Leber nicht mehr voll funktionsfähig ist, kann das weibliche Hormon Östrogen im männlichen Körper nicht mehr komplett abgebaut werden. Dieser Umstand sorgt dafür, dass es einen Überschuss an Östrogen und im Vergleich dazu einen Mangel an Testosteron gibt. Auch hängt dieses falsche Verhältnis zwischen den beiden Hormonen mit der Schädigung des Nervensystems zusammen, dass es ansonsten regulieren würde. Das Testosteron ist einmal für den Sexualtrieb notwendig, außerdem auch für die elektrische Reizbarkeit der Schwellkörper und der Entspannungsfähigkeit der Schwellmuskulatur.