Inflationsgeschützte Wertpapiere erwerben: Geldanlagen

Inflationsgeschützte Wertpapiere sichern dem Anleger das Kapital trotz inflationsbedingter Entwertung durch Anpassungsklauseln


Die Inflation zieht wieder an und hat inzwischen Höhen erreicht, die in Deutschland in den letzten zwanzig Jahren nicht gekannt worden sind. Wer Geld anzulegen hat, sucht nach Wegen, das Kapital zu sichern. Die auch bei Wertpapieren meist mageren Zinsen reichen dazu meist nicht aus.

 

Nominalwert von Anleihen wird bei inflationsgeschütze Wertpapiere der Teuerung angepasst

  • Es gibt inflationsgeschützte Wertpapiere: In den Anfängen der Deutschen Mark verbot das Währungsgesetz Anlagen, die eine Inflationsklausel enthielten. Hintergrund waren die bösen Erfahrungen in Weimarer Republik und Drittem Reich. Solche gesetzlichen Schranken bestehen schon lange nicht mehr.

 

  • Deutschland hat erstmals 2006 eine solche Anleihe begeben. Aber nur wenige Anleger wissen, dass es Anleihen gibt, bei, bei denen der Kapitalwert der Inflationsrate angepasst wird. Bei solchen kapitalindexierten Anleihen bleibt die Verzinsung über die ganze Laufzeit gleich – wird jedoch auf den steigenden Nominalwert gezahlt.

 

  • Der Nominalwert der Anleihe steigt jährlich mit der Höhe der Inflationsrate. Daneben gibt es Anleihen, bei denen die Verzinsung der Inflationsrate angepasst wird. Der Fachmann spricht hier von Floating Rate Notes.

 

  • Solche inflationsgeschützte Wertpapiere werden in der Fachsprache als so genannte Linker bezeichnet. Auch die Europäische Entwicklungsbank gibt inzwischen solche Anleihen heraus.

 

Diese inflationsgeschützte Wertpapiere als Wette auf die Preisentwicklung

  • Diese inflationsgeschützte Wertpapiere sind in der Praxis eine Wette des Emittenten mit seinen Anlegern auf die künftige Preisentwicklung. In Zeiten ruhiger Entwicklung ist der Anleger mit normalen Anleihen besser dran. Erhitzt sich aber die Preisentwicklung können solche Papiere sinnvoll sein, Bleibt die Preisentwicklung ruhig, hat der Emittent den Gewinn. Wesentlich ist die Markterwartung zurzeit der Ausgabe der Anleihe.

 

  • Ein kluger Anleger wird daher solche inflationsgeschützte Wertpapiere nur im angemessen Rahmen seinem Depot bemischen. Dies gilt umso mehr, als die Europäische Zentralbank gehalten ist, die Inflationsrate bei, aber auch nahe zwei Prozent zu halten. Eine sprunghafte Preisentwicklung ist daher nicht zu erwarten.

 

  • Solche Anleihen für inflationsgeschützte Wertpapiere werden mit einem weiteren Fachausdruck als „Skipper-Anleihen“ bezeichnet Die USA kennen die schon lange und verkaufen sie vor allem an institutionelle Anleger wie vor allem die dort sehr bedeutsamen Pensionskassen. Bis 2006 waren solche Anlageformen in Deutschland völlig unbekannt – und sind es hier im Grunde noch jetzt. Daran wird sich in absehbarer Zeit wohl auch kaum etwas ändern

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