Inhalieren - heilsamer heißer Dampf gegen die Erkältung

Heißen Wasserdampf zu inhalieren, der zusätzlich mit ätherischen Ölen angereichert ist, kann Beschwerden der Atemwege effektiv lindern, wenn eine Erkältung in den Gliedern steckt. Nur sicher muss es sein.


Eine bei vielen Menschen beliebte und bewährte Maßnahme gegen eine Triefnase und bellenden Husten ist die Inhalation. Der warme Wasserdampf ist nicht nur wohltuend, sondern auch noch äußerst heilsam. Er befeuchtet die trockenen Schleimhäute, hartnäckige Krusten werden gelöst und abtransportiert. Zudem wird die Durchblutung der empfindlichen Nasen- und Mundschleimhaut verbessert, eine Maßnahme, die für eine verbesserte Atmung sorgt. Ein weiterer positiver Effekt der heißen Dämpfe: Die lästigen Schnupfenviren werden abgetötet, weil die meisten Keime sehr hitzeempfindlich sind und daher einen solchen Temperaturschock nur schwerlich überstehen.

Um die Wirkung des Wasserdampfs zu verstärken, empfiehlt es sich, ätherische Öle zu verwenden. Diese desinfizieren das Gewebe und lassen gleichzeitig die gereizten Schleimhäute abschwellen.

Um den optimalen Gesundungs-Effekt zu erreichen, sollte man mehrmals täglich inhalieren. Am besten eignen sich hierfür spezielle Geräte, die in jeder Apotheke erhältlich sind. Sie schützen das Gesicht und die Augen vor den heißen Dämpfen. Mit diesen praktischen Vorrichtungen kommen sogar kleine Kinder in den Genuss des heilsamen Dampfs.

Die wirksamsten Mittel gegen die Erkältung

  • Anis – schleimlösend
  • Eukalyptus – schleimlösend, keimabtötend
  • Fenchel – bei Bronchitis und Husten, schleimlösend
  • Kamille – entzündungshemmend, keimabtötend, erleichtert das Atmen
  • Pfefferminze – bei Kopfschmerzen
  • Salbei – bei Kehlkopfbeschwerden und Mandelentzündung, keimabtötend
  • Thymian – bei Bronchitis, Keuch- und Krampfhusten, schleimlösend, wirkt desinfizierend
  • Teebaumöl – gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit
  • Japanisches Minzöl – gegen Schmerzen, bei Beschwerden der oberen Luftwege

Richtig inhalieren – mit der klassischen Methode
Zunächst sollten Sie sich entscheiden, ob Sie Pflanzenteile oder bereits fertig hergestelltes ätherisches Öl verwenden möchten. Zusätzlich sind auch Präparate erhältlich, die unter anderem ätherische Öle enthalten. Nachdem Sie das Wasser auf 45 bis 50 Grad Celsius erhitzt haben, geben Sie es in eine Schüssel und anschließend das ätherische Öl hinzu oder Sie übergießen ein Kraut Ihrer Wahl mit heißem Wasser.
Legen Sie nun ein großes Handtuch über die Schüssel, sodass der Dampf an der Seite nicht entweichen kann. Beugen Sie den Kopf über das Gefäß und atmen abwechselnd durch Mund und Nase ein. Diese Prozedur sollten Sie etwa zehn bis 15 Minuten lang durchhalten.

Gefahren sicher umschiffen
Die Hauptgefahr bei der klassischen Inhalationsmethode besteht in den Unsicherheiten des Gefäßes, in welchem sich das heiße Wasser und eventuell weitere Zugaben befinden. Ein einziger unaufmerksamer Moment reicht aus, um sich schwere Verbrennungen zuzuziehen. Wenn die Schüssel umfällt, sind ernste Verletzungen vorprogrammiert. Auch die Augen können Schaden nehmen, wenn sie lange Zeit den ätherischen Öl-Dämpfen ausgesetzt sind. Besonders bei Eukalyptus und Pfefferminze leiden die Schleimhäute der Augen. Um all diesen Gefahren von vornherein auszuweichen, empfiehlt es sich, einen speziellen Dampfinhalator aus der Apotheke zu verwenden, denn dieser ist standfest und transportiert die Dämpfe nur dorthin, wo sie auch benötigt werden. Neben dem manuellen Gerät gibt es auch die Alternative eines elektrischen Inhalators. Dieser vernebelt eine Salzlösung oder Heilkräuter, sodass die Tröpfchen über das Mundstück inhaliert werden können.

 

Aromatherapie mit ätherischen Ölen
Bei den verschiedenen Anwendungen kommen oft auch ätherische Öle zum Einsatz, etwa beim Inhalieren oder bei einem Vollbad. Düfte tun nicht nur einer gestressten Seele gut, sondern sie können eine wahre Wohltat für den gesamten Organismus sein, wodurch der ganzheitlichen Regeneration des Körpers auf die Sprünge geholfen wird.
Die Heilung durch den Geruchssinn ist bereits aus dem alten Griechenland bekannt, auch viele andere alte Kulturen kannten das Prinzip der duftenden Genesung. Dabei meint Aromatherapie viel mehr als Riechen. Die eingesetzten Heilpflanzen entfalten nach dem Einatmen ihre vielfältigen Wirkungen; einige von ihnen sind antibakteriell, andere beruhigen oder hellen die Stimmung auf. Viele Pflanzen sind bis heute noch gar nicht in ihrer Gesamtheit erforscht, sodass man lediglich Vermutungen über sämtliche Auswirkungen auf den Organismus anstellen kann.