Investment Fonds

Viele Anleger investieren in einen Investment Fonds und minimieren damit das Risiko, Verluste einzufahren. Man unterscheidet offene und geschlossene Investmentfonds.


Die Idee einer Sparanlage im Rahmen von Investmentfonds erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Dabei eignet sich die Kapitalanlage auch für Anleger mit einem schmalen Geldbeutel, da Fondsanteile bei den meisten Anbietern bereits ab 100 Euro erhältlich sind.

Sicherheit staatlich garantiert
Bei einem Investment Fonds wird das Kapital vieler Anleger von einer Kapitalanlagegesellschaft gebündelt verwaltet und in diverse Anlagen wie Aktien, verzinsliche Wertpapiere oder Immobilien investiert. Dieser von den Anlegern eingezahlte Geldbetrag sowie die dafür angeschafften Vermögenswerte werden auch als ‚Sondervermögen’ bezeichnet, welches von dem eigenen Vermögen der Investmentgesellschaft strikt getrennt wird und somit nicht für Schulden der Kapitalanlagegesellschaft haftet. Dadurch wird sichergestellt, dass im Fall eines Konkurses der Investment-Gesellschaft die Anlagegelder der Anleger geschützt bleiben und nicht in die Konkursmasse einfließen. Darüber hinaus unterliegt die Verwaltung des Sondervermögens der staatlichen Aufsicht. Des Weiteren bedürfen sowohl deutsche als auch ausländische Kapitalgesellschaften von Investmentfonds der Zulassung vom Bundesaufsichtsamt für Kreditwesen. Die gesetzliche Grundlage hierzu bildet das Gesetz über Kapitalanlage-Gesellschaften (KAGG).

Prinzip eines Investmentfonds
Die Grundidee eines Investmentfonds ist denkbar einfach: Anstatt vieler Anleger, die jeweils kleine Beträge in Aktien, Wertpapiere, Immobilien oder Ähnliches investieren, ist es sinnvoller, jene Vermögenswerte mithilfe der gebündelten Kaufkraft aller Gelder dieser Anleger „im großen Stil“ einzukaufen. Der große Vorteil liegt hierbei in der Risikominimierung durch die breite Anlagen-Streuung. Denn dadurch, dass in verschiedene Vermögenswerte investiert wird, reduziert sich das Risiko eines Total- beziehungsweise Teilverlustes. Schließlich ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass alle Aktiengesellschaften gleichzeitig in Konkurs gehen.

Offene Investmentfonds
Der Investment Fonds kann ferner in zwei Bereiche unterteilt werden: den offenen Investmentfonds und den geschlossenen Investmentfonds. Der offene Investmentfonds zeichnet sich dadurch aus, dass es bezüglich des Fondsvermögens als auch der Fondsanteile keine Begrenzungen gibt. Darüber hinaus ist ein offener Investmentfonds bis auf wenige Ausnahmen börsentäglich handelbar. Das bedeutet, dass er an jedem normalen Handelstag entweder gekauft oder verkauft werden kann. Somit kann der Anleger von der unkomplizierten Verfügbarkeit seines investierten Geldes profitieren, falls er es einmal unverhofft benötigen sollte.

Geschlossener Investmentfonds
Beim geschlossenen Investmentfonds hingegen ist die Anzahl der Anteilscheine bereits zu Beginn festgelegt und wird auch nur innerhalb eines bestimmten Zeitraumes herausgegeben. Sobald alle Anteile verkauft sind, wird der Fonds geschlossen – daher auch der Name. Des Weiteren sind die Fondsanteile nicht täglich handelbar. Der Investor entscheidet sich beim geschlossenen Investmentfonds vielmehr für eine längerfristige Investition von teilweise mehr als zehn Jahren. Dies hat auch zur Folge, dass die Anteile nur sehr umständlich sowie mit Wertabschlägen verkauft werden können, falls notwendig. Aus diesem Grund sollte man sich nur dann für einen geschlossenen Investmentfonds entscheiden, wenn man sicher ist, das Geld für den bestimmten Zeitraum auch entbehren zu können. Schließlich erzielt man eine hohe Rendite nur bei einer entsprechenden Laufzeit.

Wertermittlung
Durch den Erwerb der Fondsanteile wird der Anleger somit Miteigentümer am Fondsvermögen und hat Anspruch auf Gewinnbeteiligung sowie die Anteilsrückgabe zum jeweils gültigen Rücknahmepreis. Der Anteil des eigenen Vermögens ist abhängig von der Anzahl der Investmentanteilscheine und ermittelt sich wie folgt: Wert des gesamten Investmentfonds-Vermögens (der sogenannte Inventarwert) geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile – dies ist der Rücknahmepreis der Fondsanteile.

Kosten und Gebühren
Schließlich können die Kosten für Investment Fonds variieren. Der Großteil der anfallenden Kosten setzt sich aus Verwaltungskosten zusammen. So müssen beispielsweise speziell ausgebildete Fondsmanager, denen ganze Analyseabteilungen zur Seite stehen, die Investmentfonds führen, um für die Fonds die bestmöglichen Investments auszuwählen. Ferner fallen auch noch Kosten für Provisionen der jeweiligen Kreditinstitute an. Darüber hinaus wird beim Kauf auch eine einmalige Gebühr (Ausgabeaufschlag, auch Agio genannt) in Höhe zwischen 0,5 Prozent und 10 Prozent fällig. Es gibt allerdings auch Fondsanteile, bei denen die Anleger keinen Ausgabeaufschlag (Agio) zahlen müssen.