Irisdiagnose: Untersuchung der Augen

Bei der Irisdiagnose untersucht der Therapeut die Regenbogenhaut des Patienten, um eventuelle Veränderungen feststellen zu können. Da jedes Segement der Isris einem bestimmten Organ zugeordnet ist, lassen sich so Rückschlüsse auf Krankheiten ziehen.


Das Verfahren der Irisdiagnose, auch Iridologie genannt, soll durch die Analyse von Farb- und Formveränderungen der Regenbogenhaut des Auges Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des Patienten ermöglichen.
Der ungarische Arzt Ignaz von Peczely hat Thesen, wie beispielsweise der alten Griechen oder der Ägypter, aufgegriffen und weiterentwickelt und gilt als Begründer dieses Diagnostikverfahrens. Innerhalb der Iridologie gibt es verschiedene Formen, welche sich durch Aufteilung der Iris, Art der Symptome und Anderes unterscheiden.

Durchführung:
Die verschiedenen Organe werden bei diesem Verfahren bestimmten Stellen der Iris zugeordnet. Dabei wird die linke Körperhälfte der linken und die rechte Seite der rechten Iris zugeordnet. Eine Erkrankung ist dann an verschiedenen Veränderungen der Farbe, Form und Beschaffenheit der Regenbogenhaut abzulesen. 

  

Um diese Modifikationen sehen zu können, verwendet der Diagnostiker ein Mikroskop, mit welchem er, dem ihm gegenüber sitzenden Patienten in die Augen schaut. Dabei wird die Iris mit starkem Licht ausgeleuchtet und vergrößert. Nun können eventuell vorhandene Merkmale, wie bunte Flecken, strahlenförmige Linien, dunkle und weiße Male abgelesen und analysiert werden.

Wirkung:
Von den veränderten Arealen der Iris wird das betroffene Organ abgeleitet und die Art der Modifikation gibt Auskunft über die mögliche Erkrankung.

Einschränkung:
Dieses Diagnostikverfahren ist nicht wissenschaftlich belegt.
Es gibt verschiedene Arten der Irisaufteilung und Organzuordnung, wobei sich die jeweiligen Analysen teilweise sogar widersprechen. Verschiedene Modifikationen der Regenbogenhaut lassen einen Interpretationsspielraum zu, was eine richtige Diagnose eher zufällig werden lässt.
Die Zuordnung der Körperhälften zur gleichseitigen Iris ist anatomisch nicht belegbar.
Eine unterstützende Anwendung der Irisdiagnose ist möglich, da eine mögliche Fehldiagnose durch andere Verfahren abgewendet werden kann.