Irrtümer der Liebe - Jeder kann sich mal irren

Erwartungen und Vorstellungen von einer Partnerschaft können diese fördern oder gefährden, im Extremfall sogar ruinieren. Es ist nicht leicht, die Harmonie zwischen zwei Menschen aufrechtzuerhalten. Die Zweisamkeit kann schrecklich kompliziert sein. Doch stimmen die Klischees. Die häufigsten Irrtümer der Liebe wenig Streit, keine Geheimnisse, Gegensätze ziehen sich an und einige mehr.


Ein Partner der mich liebt, ändert sich für mich? Nein! Erwachsene Menschen können sich mit viel Zeit und Mühe ändern, aber nur
wenn sie das auch selbst wollen. Prüfen Sie ehrlich, ob Sie auch mit den
unangenehmeren Charaktereigenschaften Ihres Partners auf Dauer zurechtkommen. Aus einem schüchternen Mann wird kein Partyhengst, aus einer
ehrgeizigen Karrierefrau kein sanftes Heimchen am Herd. Und was gibt es sonst noch für Irrtümer der Liebe?

Liebende verstehen sich ohne Worte und streiten nie

  • In Kino-Schnulzen und Liebesromane ist alles so einfach: Held und Heldin sehen sich tief in die Augen, und ER weiß genau, was SIE gerade denkt. In der Realität stellt sich meistens heraus, dass der Partner zwar viele Qualitäten hat, Gedankenlesen aber gehört leider nicht dazu. Reden Sie über Ihre Gefühle, Vorstellungen und Zukunftspläne! Nur so finden Sie heraus, ob Ihr Partner ähnlich denkt und fühlt wie Sie.
  • Gerade Menschen, die in ihrer Kindheit unter den Streitereien der Eltern litten, sehnen sich in der Partnerschaft nach absoluter Harmonie. Dieser Wunsch kann dazu führen, dass Konflikte nicht ausgesprochen werden. Dennoch brodeln sie im Inneren weiter und belasten die Beziehung erst recht. Liebe braucht Streit, nur sollte er nicht zerstörerisch sein. Sprechen Sie bei Konflikten in der Ich-Form statt Ihren Partner anzugreifen. Sagen Sie zum Beispiel: „Mich stört es, dass wir nicht öfter etwas zusammen unternehmen“ statt „Du unternimmst nie etwas mit mir!“ Sätze, die mit „Nie“ und „Immer“ beginnen, sollten Sie generell vermeiden.

Viel Zeit gemeinsam verbringen und keine Geheimnisse haben

  • Es gibt Paare, die nur im Doppelpack auftreten und dabei auch noch zufrieden zu sein scheinen. Doch das sind Ausnahmen. Meist steht hinter dem Wunsch, den Partner immer um sich zu haben, die uneingestandene Angst, ihn zu verlieren. Wenn der Partner bei mir ist, so die Logik, kann er mich nicht betrügen oder verlassen. Die Gefahr dabei: Man wird schnell langweilig für den anderen. Denn dass der Partner andere Dinge tut und kann als man selbst, macht ihn interessant und begehrenswert.
  • Richtig ist: Partner sollten versuchen, ehrlich miteinander umzugehen. Das heißt aber nicht, dass man alles bis ins Detail übereinander wissen muss. Der Ex war eine Wucht im Bett? Behalten Sie so etwas lieber für sich. Auch der folgenlose Flirt auf der Betriebsfeier gehört nicht zu den Themen, die sie lang und breit beichten sollten. Übrigens machen einen auch Informationen über schlecht sitzende Tampons, Warzen am Zeh und Verdauungsbeschwerden im Auge des Partners nicht attraktiver.

Gegensätze ziehen sich an und Liebe auf den ersten Blick

  • Grundsätzlich ist zwar richtig, dass Gegensätze sich anziehen - und für einen heißen Urlaubsflirt ist es oft völlig egal, wie groß die Unterschiede zwischen den Liebenden sind. Allzu große Extreme sind jedoch auf Dauer keine gute Ausgangsposition für eine lange Liebe. Studien zeigen, dass die Liebe länger hält, wenn beide Partner in Sachen Attraktivität und Ausbildung ungefähr in einer Liga spielen. Wichtig ist auch, dass beide in ihren Wertevorstellungen in etwa übereinstimmen. Ist also "Gleich und gleich gesellt sich gern" die bessere Binsenweisheit? Nicht unbedingt, denn ohne Unterschiede wird die Liebe schnell langweilig.
  • Es gibt sie: Die berühmte Liebe auf den ersten Blick. Dass sie auch auf den zweiten Blick besteht, ist eher selten. Oft besteht die bessere Strategie darin, sich in Ruhe kennenzulernen, um herauszufinden, ob man zueinander passt, statt sich Hals über Kopf ins Abenteuer zu stürzen. Menschen haben viele Facetten und wer gerade noch so charmant war, stellt sich am nächsten Tag vielleicht als unzuverlässig oder launisch heraus.