Isopathie

Bei der Isopathie entnimmt der Therapeut bestimmte Körpersekrete, um diese - homöopathisch aufbereitet - wieder dem kranken Organismus zuzuführen. Nach der Einnahme wird das Immunsystem angeregt, der Betroffene ist geheilt.


Die Isopathie ist der Homöopathie sehr ähnlich und verwendet wie diese auch Wirkstoffe in potenzierter Darreichungsform. Es wird jedoch keine ausführliche Anamnese durchgeführt, sondern lediglich die Erkrankung therapiert. Außerdem wird nicht „Ähnliches mit Ähnlichem“, sondern eher „Gleiches mit Gleichem“ geheilt, was bedeutet, dass das Arzneimittel aus einer körpereigenen Substanz hergestellt wird. Die Krankheit soll also mit demselben Erreger kuriert werden, der sie ausgelöst hat.

  

Dieses Verfahren wandte 1831 erstmals der deutsche Arzt Constantin Hering an, welcher die entnommenen Substanzen („Nosoden“ genannt) aufbereitete und nach der Rückführung Heilungserfolge verzeichnete. Diesem Vorbild folgten, mit ähnlichem Erfolg, mehr und mehr seiner Kollegen. Durch verschiedene Theorien vervollständigte der deutsche Zoologe Günther Enderlein 1925 die Therapieform der Isopathie. 

  

Durchführung:
Der Therapeut entnimmt dem Patienten Körpersekrete und bereitet diese homöopathisch auf. Die so gewonnene Substanz wird dem Patienten über einen Zeitraum von einer bis zu vier Wochen in unterschiedlichen Potenzierungen und Dosierungen verabreicht. In der Regel wird die Therapie mehrmals durchgeführt, um eine möglichst umfassende Heilung herbeizuführen. 

  

Wirkung:
Das aufbereitete Körpersekret enthält alle zur Zeit der Probenentnahme vorhandenen Informationen über den Gesundheitszustand des Patienten. Nach einem speziellen Verfahren der Aufbereitung erhält der Erkrankte eine Substanz, die identisch mit seinem Krankheitsbild ist. Durch die Einnahme wird das Immunsystem des Organismus aktiviert und der Abbau der Krankheitserreger optimiert. 

  

Einschränkungen:
Die Isopathie ist, wie die Homöopathie, eine den Organismus nur wenig belastende Therapieform und kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn eine Behandlung mit Antibiotika nicht angeschlagen hat.
Im Zuge der Behandlung können eventuell Abwehrreaktionen auftreten. In diesem Fall wird die Behandlung unterbrochen, bis die Symptome nachlassen und anschließend weitergeführt, bis die veranschlagte Laufzeit erfüllt wurde.