Italienisch kochen für Geniesser

Die Italiener sind sicherlich das Volk in Europa, das für seine unverfälschte Lebensfreude bekannt ist, was sich auch deutlich in Ihrer Küche und dem Stellenwert des Essens widerspiegelt. Italienisch kochen und essen ist mehr als Nahrungsaufnahme, es ist Leben, Liebe und "La Familia"!


Nirgends sonst hat man so viel Freude am Essen, und zeigt das auch, wie in Italien. Die liebevolle Zubereitung, die appetitliche und farbenfrohe Präsentation und das gesellige Genießen sind Teil des italienischen Alltags. Italienisch zu kochen, bietet viele Facetten, denn eine einheitliche Landesküche gibt es nicht.

Der Norden des Landes

  • Dort, wo es viel Weidewirtschaft gibt, wird oft mit Sahne und Butter gekocht. Hier dominieren aufwendige und raffinierte Gerichte.
  • Im nördlichen Piemont zum Beispiel wird Reis angebaut und gegessen. Kalbfleisch, Wild und Federvieh gehören zu den bevorzugten Schmorgerichten. Dazu gibt es Piemonteser Wein und die berühmten Trüffel.

Der kulinarische Mittel- und Südteil Italiens

  • Hier, wo unzählige Ölbäume wachsen, herrscht das Olivenöl vor. Die Küche baut auf nahrhaften, kräftigen und oft fetten Speisen auf.
  • Im mittelitalienischen Rom spürt man noch etwas von der Tradition der opulenten Bankette. Gerichte "a la romana" sind herzhaft und farbenfroh, wie z. B. Schweinefleisch, das mit Schmalz und Speck angebraten, dann in reichlich Soße geschmort und mit knallroten Pfefferschoten gewürzt wird.
  • Vor allem im Süden setzte sich im Laufe der Zeit die sogenannte "Cucina povera", die "Arme-Leute-Küche", durch, die bei uns als italienische Küche bekannt ist. Zu dieser gehören Gerichte wie zum Beispiel Pizza oder auch Spaghetti Bolognese. Letztere heißen in Italien allerdings Ragù.
  • Die gekonnte Zubereitung von Fisch und Meerestieren, die Raffinesse der appetitlichen Antipasti, die unerschöpfliche Vielfalt der Nudelgerichte und die Vorliebe für frische Kräuter und Gemüse haben alle Regionalküchen Italiens gemeinsam.

Italienisch kochen: wichtige Hinweise

  • Die authentische italienische Küche besteht aus wenig Fleisch, eher aus Fisch und Gemüse. Fleisch war einst sehr teuer und kam nur zu festlichen Anlässen auf den Tisch.
  • Viel Wert sollte auf die Verwendung frischer Kräuter, wie z. B. Basilikum, Oregano, Rosmarin, Salbei und Thymian gelegt werden. Diese machen sich auch als Deko auf der Fensterbank sehr gut. Man hat so immer frische Kräuter im Haus, um italienisch kochen zu können.