Jakobsweg in Spanien – ein Reiseführer

Der Jakobsweg bezeichnet fünf Wege einer Pilgerreise zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela.


Der Jakobsweg in Spanien ist nicht nur für religiöse Pilger, sondern auch für Abenteurer und Wanderlustige interessant. Auf fünf offiziellen Routen kann man auf dieser Reise viele sehenswerte Städte und Regionen Spaniens entdecken und auch jede Menge Menschen kennen lernen.

Die langen Routen

Die bekannteste Route für den Jakobsweg in Spanien ist der Camino Francés quer durch Spanien. Start ist entweder von Somport-Aragón oder von Roncesvalles-Navarra. Der über 800 Kilometer lange Weg führt durch landschaftlich und kulturell unterschiedliche Regionen, beginnend in den Pyrenäen über das Weinland Roja nach Galizien. Eine weitere beliebte Route für den Jakobsweg in Spanien beginnt an der französisch-spanischen Grenze und heißt Camino de la Costa oder Camino del Norte. Diese Route umfasst circa 825 Kilometer, ist jedoch nicht so gut beschildert. Der Weg führt durch San Sebastian und kommt dann in Arzua mit dem Camino Francés zusammen. Unterwegs kann man in Oviedo auf den Camino Primitivo wechseln, der dann mit dem Camino Francés zusammenkommt. Die grandiose Landschaft und die atemberaubenden Küstenansichten entschädigen für die lange und anspruchsvolle Strecke. Das Gebiet ist zum Großteil hügelig mit viele Flüssen und Brücken. Außerdem gibt es eher weniger Unterkünfte und es ist mit häufigen Regenschauern zu rechnen. Die Route Via de la Plata beginnt im Süden Spaniens und führt mit mehr als 900 Kilometern von Sevilla bis nach Santiago de Compostela. Dieser Weg wird immer beliebter, ist trotzdem noch wenig frequentiert.

Die kürzeren Routen
Der Camino Inglés startet entweder von Ferrol aus entlang der beeindruckenden Küste Galiciens oder von A Coruna aus. Der kürzeste Jakobsweg in Spanien ist von A Coruna aus mit nur rund 75 Kilometern. Man hat bei dieser Route aber keinen Anspruch auf eine Pilgerurkunde. Von Ferrol nach Santiago de Compostela sind es rund 110 Kilometer. Dies reicht gerade aus, um die Urkunde zu erhalten. Für den Startpunkt Ferrol spricht auch, dass entlang der Küste ein wirklich spektakuläres Panorama geboten wird, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Einer der ältesten Pilgerwege ist der Camino Primitivo, der heute allerdings nur mehr selten gewählt wird. Auch hier gibt es kaum Beschilderungen und Herbergen. Der Weg startet in Oviedo und hat eine Länge von circa 322 Kilometern. Wichtig zu wissen ist hier, dass der Weg über mehrere Pässe führt. Der Jakobsweg in Spanien ist nicht nur eine Pilgerreise, sondern auch eine Kulturreise und für alle, die sich an eine unvergessliche Zeit erinnern wollen.