Japanische Enzephalitis

Die Japanische Enzephalitis tritt nicht nur - wie der Name es vielleicht vermuten lässt - in Japan auf. Der gesamte asiatische Raum birgt die Gefahr, sich anzustecken. Eine Impfung ist bei Reisen in dieses Gebiet unerlässlich


Bei der Japanischen Enzephalitis handelt es sich um eine Gehirnhautentzündung besonders schwerer Form. Sie tritt auch nicht nur, wie man durch den Namen vermuten könnte, in Japan auf. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die gemäßigten und tropischen Zonen Asiens. Die Japanische Enzephalitis wird durch Mückenstiche übertragen. Eine direkte Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Da das Virus auch Pferde, Schweine und Hunde befällt, tritt die Erkrankung in ländlichen Gebieten häufiger auf als in den großen Metropolen Asiens.

 

Kinder und Jugendliche besonders gefährdet
Glücklicherweise verlaufen 95 % der Neuinfektionen ohne weitere Beschwerden. Bricht die Krankheit jedoch aus, kann es zu einer Dauerschädigung für Nerven und Psyche kommen. 10 % der Erkrankten sterben sogar vor ihrem zehnten Krankheitstag an der Japanischen Enzephalitis. Vor allem Kinder und Jugendliche sind von den schweren Verläufen der Viruserkrankung betroffen.

 

Impfung ab dem ersten Lebensjahr möglich
Deshalb sollten Sie sich neben einem Schutz gegen Insektenstiche auch präventiv gegen die Japanische Enzephalitis impfen lassen, wenn Sie eine Reise in eines der Risikogebiete Asiens planen. Besonders Kinder sollten ausreichend geschützt sein. Eine Impfung ist für die Kleinen ab dem ersten Lebensjahr möglich.

 

Impfstoff rechtzeitig bestellen
Da der Impfstoff in Deutschland nur selten benötigt wird, muss er daher aus dem Ausland bestellt werden. Eine Apotheke kann ihn in der Regel innerhalb von fünf Tagen beziehen. Bei der Impfung handelt es sich um einen Totimpfstoff, was bedeutet, dass der Impfstoff aus toten Bakterien besteht, die die Krankheit nicht auslösen können. Diese abgetöteten Viren lösen dennoch eine Immunreaktion in unserem Abwehrsystem auf. Wird der Körper nach der Impfung mit den echten Viren konfrontiert, erkennt er sie und kann sie unschädlich machen.

 

Auffrischung nach drei Jahren
Die Impfung ist alle drei Jahre notwendig, damit der Impfschutz weiterhin besteht. Insgesamt muss man zwei mal nachimpfen, aber bereits nach der zweiten Impfung besteht der Schutz schon zu 80 %. Auch Zeitabstände zu anderen Impfungen müssen nicht eingehalten werden.

 

Nebenwirkungen der Impfung
Als Nebenwirkungen einer Impfung gegen die Japanische Enzephalitis können an der Injektionsstelle leichte Rötungen auftreten. Auch allgemeine Impfreaktionen wie Abgeschlagenheit oder Temperaturerhöhung können auftreten. Die meisten Menschen vertragen die Impfung in der Regel ganz gut, dennoch kann es in seltenen Einzelfällen auch zu Hautauschlägen, Herzklopfen und Atemnot kommen.