Japanische Zierkirsche - Tipps zur richtigen Pflege

Im Frühjahr, wenn die Japaner das Kirschblütenfest feiern, verzaubert das attraktive Ziergehölz ganze Landstriche Japans.


Auch hierzulande ist die Zierkirsche wegen ihrer üppigen Blütenpracht ein beliebter Baum nicht nur für Parks und Alleen, sondern auch für Gärten. Die Japanische Zierkirsche, die auch Ostasiatische Kirsche oder Orientalische Kirsche genannt wird, kann drei bis zehn Meter hoch werden. Die Blätter des Baumes verfärben sich im Herbst dekorativ in Orange- und Rottönen. Der Wuchs der Japanischen Zierkirsche ist locker und licht mit überhängenden Zweigen. Sie ist als Solitärgewächs geeignet, sollte aber nicht in Hecken gesetzt werden. Als Unterpflanzung bieten sich für Halbschatten und Schatten geeignete Pflanzen an. Da die Japanische Zierkirsche zu den Rosengewächsen zählt, verträgt sie sich nicht gut mit anderen Rosengewächsen in ihrer unmittelbaren Umgebung.


Ein rosa Blütenmeer

Je nach Sorte und Standort blüht die Japanische Zierkirsche im April bis Mai. Noch vor dem Austrieb der Blätter bilden sich sehr zahlreiche halb oder dicht gefüllte, zartrosa bis kräftig rosa Blüten, die doldenartig an den Ästen hängen. Mit seiner Blütenpracht ist der Baum ein Highlight im Frühlingsgarten. Gerade bei ausgewachsenen Bäumen regnen gegen Ende der Blütezeit große Mengen der Blütenblätter zu Boden. Das rosa Blütenmeer ist zwar dekorativ, sollte aber vom Rasen entfernt werden, da der dichte Blütenteppich kann Rasenschäden verursachen kann.

Pflege der Japanischen Zierkirsche

Bei der Auswahl des geeigneten Standorts sollte man bedenken, dass die Japanische Zierkirsche alt werden kann und sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem großen Baum entwickeln kann. Dementsprechend sollte das Ziergehölz Raum zur Entfaltung haben. Da sie große Wurzeln entwickeln kann, die sich relativ nahe an der Oberfläche befinden, sollte sie nicht zu dicht an Häuser oder Wege gepflanzt werden. Besondere Ansprüche an den Boden stellt das Gehölz nicht. Humose oder leicht lehmige Böden ohne Staunässe sind gut geeignet. Auch auf kalkhaltigem Boden wächst die Japanische Zierkirsche gut. Sie bevorzugt halbschattige bis sonnige Lagen. Das Ziergehölz verträgt auch lang anhaltende, strengere Frostperioden gut. Im Gegensatz zu manch anderen Ziergehölzen kann die Blüte mit den Jahren immer üppiger werden.
Die Japanische Zierkirsche benötigt keinen regelmäßigen Rückschnitt. Zu dicht stehende Äste oder zu breit oder hoch werdende Äste und Zweige können herausgeschnitten werden. Der Rückschnitt sollte am besten in den Sommermonaten und nicht erst Ende Herbst erfolgen, damit Frostschäden am Holz vermieden werden. Im Frühjahr sollte das Ziergehölz keinesfalls zurückgeschnitten werden.