Jeans Geschichte

Wer kennt schon die Geschichte des beliebtesten Kleidungsstücks der Welt? Wir erzählen Ihnen die Jeans Geschichte.


Die Jeanshose! Kein Beinkleid ist so beliebt wie dieses! Keines ist so robust und keines hat so viele Herzen erobert wie die toughe Hose aus blauem, festen Baumwollstoff. Zugegeben, blau muss sie ja gar nicht mehr sein - es gibt sie in den verschiedensten Waschungen. Jeder Mensch hat in seinem Leben mindestens ein Dutzend Lieblingsjeans. Hoffen wir, dass diese Liebesgeschichte noch lange andauert. Aber wie lange reicht die Jeans Geschichte zurück? Wann feiert sie Geburtstag und wem haben wir diese grandiose Idee zu verdanken? Wir erzählen die Jeans Geschichte.

Lang ists her
Der Jeansstoff wurde bereits im Jahre 1600 in Frankreich, und zwar in der Stadt Nimes entwickelt. Damals hieß er "Serge de Nimes". Daraus wurde im Laufe der Zeit die heute geläufige Bezeichnung Denim. Danach dauerte es mehr als zweihundert Jahre, bis ein Deutscher das riesige Potential des robusten Stoffes entdeckte. 1853 fertigte der deutsche Auswanderer Levi Strauss erstmals strapazierfähige Arbeitshosen für amerikanische Goldgräber, zunächst allerdings noch aus braunem Zeltplanenstoff, der aus Hanffaseern gewebt wurde. Später stieg Strauss auf den starken, aber trotzdem geschmeidigen Denimstoff um. Knapp zwanzig Jahre später wurden die Jeans dann zu Nietenhosen, als Strauss erstmals Nieten verwendete, um die Taschen zu verstärken. Dicke gelbe Nähte hielten den robusten Stoff zusammen, der mit Indigo dunkelblau gefärbt wurde.

Gesichert für die Ewigkeit
1873 meldete der polnische Immigrant Jacob W. Davis zusammen mit Levi Strauss das Patent für die Nietenverstärkungen an. Mittlerweile erfreute sich die Jeans immer größerer Beliebtheit und die Verkaufszahlen gingen schnell in die Zehntausende. Auch andere Hersteller hatten das beliebte Produkt jetzt im Sortiment. Die Jeans wurde als Arbeitskleidung von Farmern, Cowboys und Holzfällern getragen. Bis circa 1930 setzte man im Jeansbereich auf Hosenträger, danach verschwanden die zusätzlichen Knöpfe am Bund und die Hosenträger wurden durch den Gürtel ersetzt.

Auch Deutsche lernen die Jeans schätzen
Erst nach ende des zweiten Weltkrieges wurde 1948 in Deutschland die erste Jeans in der Kleiderfabrik L. Hermann im schwäbischen Künzelsau hergestellt. Nachdem robuste Hose zunächst nur für Männer produziert wurde, begann man dort einige Jahre später damit, eine Jeans für Damen herzustellen. Zehn Jahre, nachdem die erste Jeans in Europa produziert wurde, firmierte die Kleiderfabrik L. Hermann in die bis heute beständige Marke Mustang um. Inspiriert war man vom Spirit des Wilden Westens mit den starken Cowboys und wilden Pferden. So richtig auf die Überholspur gelangte Mustang dann 1961 mit der ersten Stretchjeans. Die Jeans eroberte rasend schnell die Modewelt und wurde zum Lieblingskleidungsstück vieler junger Menschen. Heute ist die Jeans nicht mehr aus der Modewelt weg zu denken. Und so wird die Jeans Geschichte weiter geschrieben werden...