Jobprofil des Telematikers

Das Jobprofil des Telematikers setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: auf der einen Seite die Telekommunikation und andererseits die Informatik.


In der Vernetzung von Kommunikation und Informatik nimmt der Telematiker einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Die Vernetzung innerhalb der Informationsgesellschaft lässt klare Abgrenzungen der Fachgebiete immer weiter verschwimmen.

Ein Beruf mit Zukunft
Die zunehmende Vernetzung der Unternehmen, aber auch der Privathaushalte, bedarf besonderer Kenntnisse bei der Verbindung zweier unterschiedlicher Informationssysteme und daraus resultierender Datenverarbeitung. Gefordert ist ein Beruf, der sowohl in der Telekommunikation zu Hause ist, aber auch über Kenntnisse in der Informatik verfügt. Das Berufsbild des Telematikers verbindet beide Komponenten. Die Tätigkeiten des Telematikers finden sich überwiegend in Unternehmen der Netzwerktechnik. Dabei handelt es sich sowohl um Telekommunikationsnetze, sprich Telefonleitungen, als auch Informatiknetzwerke. Die Vernetzung kompletter Bürogebäude sowohl in Hinblick auf Kommunikation als auch auf Information befindet sich in den Händen des Telematikers. Das Einrichten von Computer-Arbeitsplätzen verlangt darüber hinaus auch noch Kenntnisse in der Elektronik und Elektrotechnik. Über das rein technische Verständnis hinaus in der Phase der Installation berät der Telematiker bereits die Kunden. Er prüft den Bedarf der Kunden und entwickelt Lösungsvorschläge hinsichtlich der Hardware. Im Zusammenhang mit Hausverkabelungen prüft er die sinnvollste Verlegung der Kabelschächte in Zusammenarbeit mit dem Facility Management. Die Beratung bei Auswahl und Installation der Netzwerke ist die Grundlage für das weitere Vorgehen des Telematikers. Die Tätigkeit umfasst nach der Inbetriebnahme der Netzwerke die kontinuierliche Betreuung und die Gewährleistung einer reibungslosen Kommunikation der Netzwerkkomponenten untereinander. Eine geregelte Arbeitszeit ist nur solange sicher gestellt, als es keine Noteinsätze auf Grund von Netzwerkausfällen gibt.

Die Ausbildung zum Telematiker
Erstmalig 1982 wurde in Karlsruhe ein Institut für Telematik begründet. Seit 1985 ist an der TU Graz das Studium möglich. Während in Deutschland die Ausbildung des Telematikers eher über die Studiengänge Informatik oder Elektrotechnik abgebildet wird, ist die Ausbildung des Telematikers in der Schweiz ein echter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert vier Jahre an der Berufsschule. Nach erfolgreicher Prüfung kann eine weitere Qualifizierung zum Telematik Projektleiter, diplomierten Telematiker oder anderen Spezialisierungen erfolgen. IBM Deutschland bietet hochqualifizierten Mitarbeitern und Wissenschaftlern die Möglichkeit, über eine Fortbildungsmaßnahme die Zertifizierung zum Telematik-Engineer zu erlangen.