Juckreiz Ursachen

Die Juckreiz Ursachen reichen von Neurodermitis und Allergien bis hin zur Krätze. Auch psychische Probleme wie Stress oder Traumata können Hautirritationen auslösen


Neurodermitis, auch Dermatitis oder endogenes Ekzem genannt, ist eine weit verbreitete Haut-Volkskrankheit und mit quälendem, kaum stillbaren Juckreiz verbunden. Neurodermitiker leiden unter extrem trockener Haut, die während der Krankheitsschübe von juckenden Flechten gezeichnet ist. In vielen Fällen beginnt die Krankheit bereits im Säuglings- oder Kindesalter, kann sich aber im Erwachsenenalter spontan zurückbilden.

Auch Allergien können Juckreiz Ursachen sein – meistens handelt es sich dabei um sogenannte Kontaktallergien, hervorgerufen durch Stoffe oder Materialien, die mit der Haut in Berührung kommen: Reinigungsmittel, Kosmetika, Nickel oder Parfum. Wird der Allergieauslöser nicht beseitigt, können sich schmerzhafte Einrisse und Verletzungen bilden, die nur langsam abheilen. Entsteht eine solch allergische Reaktion binnen weniger Minuten, spricht man von der Nesselsucht. Sie heilt in der Regel innerhalb von zwei Tagen wieder ab. Wie auch das Kontaktekzem kann sich die Nesselsucht unspezifisch auf dem ganzen Körper ausbreiten.

Krätze ist meldepflichtig und hochansteckend
Ein Parasitenbefall der Haut in Form von sich einnistenden Würmern und Milben war vor allem in früheren Zeiten stark verbreitet und tritt heute nur noch bei mangelnder Hygiene, in Gruppenunterkünften oder bei Reisen in fremde Länder auf. Krätze, im Fachjargon Skabies genannt, wird von Milben verursacht, führt zu heftigen Juckanfällen und ist ansteckend. Die Milben legen in den Furchen der Haut ihre Eier ab und vermehren sich ständig. Wegen der hohen Infektionsgefahr ist die Krätze meldepflichtig.

Seelische Probleme spiegeln sich auf der Haut wieder
Manchmal sind die Juckreiz Ursachen auch ein sekundäres Symptom anderer, ernst zu nehmender Krankheiten. Diabetes mellitus kann die Haut ebenso aus dem Gleichgewicht bringen wie Stoffwechselstörungen, eine bestehende Niereninsuffizienz oder Schilddrüsenunterfunktion. Auch Lebererkrankungen wirken sich negativ auf die Haut aus; zudem spielen psychische Ursachen eine wichtige Rolle bei Hautveränderungen. Die Haut reagiert sensibel auf Stress, Kummer und Traumata. Wenn bei lange anhaltendem Juckreiz keine eindeutige organische Ursache zuzuordnen ist, kann es hilfreich sein, einen Blick in die Seele zu werfen. Wenn Menschen sich sprichwörtlich nicht wohl in ihrer Haut fühlen, können Juckanfälle ein Hinweis auf ungelöste Konflikte oder schwelende Ängste sein. In diesem Falle sollte über eine Psychotherapie in Kombination mit Juckreiz lindernden Salben nachgedacht werden. Außerdem können Schwangerschaften, die Einnahme von Medikamenten und UV-Licht die Haut aus dem Takt bringen. Eine Sonnenüberempfindlichkeit ist in den meisten Verlaufsformen harmlos und am besten mit der Vermeidung direkten Sonnenlichts auf niedrigem Niveau zu halten.