„Ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut“, „Das geht mir unter die Haut“, „Ich möchte aus meiner Haut schlüpfen“ – diese Redewendungen zeigen, welch wichtiges und sensitives Organ die Haut nicht nur für das körperliche Wohlbefinden, sondern auch für die seelische Gesundheit ist. Nicht umsonst heißt es im Volksmund: „Die Haut ist der Spiegel der Seele.“
Ursachen von Juckreiz
Erkrankungen der Haut weisen nicht selten auf gesundheitliche Störungen oder gar seelische Probleme hin. Zu den häufigsten Hautirritationen zählt Juckreiz, der sogenannte Pruritus. Der akute Juckreiz ist eine natürliche Reaktion der Haut auf das Eindringen unverträglicher Stoffe, Reizungen, Gift oder mechanische Irritationen. So kennt jeder das unangenehme Jucken, das ein Insektenstich auslösen kann oder das stetige Prickeln, das ein Wäschezeichen auf der nackten Haut verursacht.
Bei Ekzemen und nässender Haut einen Arzt konsultieren
Dauert der Juckreiz jedoch über Wochen an und geht mit blutigen Ekzemen, starker Schorfbildung und Nässen einher, muss man von einem krankhaften Pruritus ausgehen. Entweder ist der chronische Juckreiz an sich die Krankheit – zum Beispiel Neurodermitis - oder er weist auf andere, bislang unerkannte Krankheiten hin. Deshalb sollte lang andauernder Juckreiz unbedingt von einem Hausarzt oder Dermatologen untersucht werden. Juckreiz kann den gesamten Körper befallen und wird von den Betroffenen vor allem im Genitalbereich oder am After als belastend und einschränkend empfunden. Obwohl immer noch nicht alle Facetten des Pruritus erforscht sind, lassen sich viele Ursachen heute mit Cremes, Salben und gesunder Lebensführung behandeln.