Jungautoren Verlag: Hier können Sie zum Autor werden

Um in das literarische Geschäft hineinzukommen, bleibt den meisten Verfassern von Lyrik und Prosa nur der Weg über einen Jungautoren Verlag.


Viele – nicht nur jüngere – Menschen glauben, dass sie der literarischen Welt etwas zu sagen haben. Sie verfassen Gedichte, Kurzgeschichten, ja sogar Romane. Der eine oder andere hat sich zuvor schon etwa mit Drehbüchern einen Namen gemacht. Dann findet er auch für seinen Roman-Erstling einen Verleger, wie etwa der Eutiner Jan van der Bank. Die große Masse dieser Jungautoren muss auf einen Jungautoren Verlag setzen.

Wer keinen Namen hat, kommt nur über einen Jungautoren Verlag ins literarische Geschäft

  • Die großen Literaturverlage werden mit Manuskripten überschwemmt. Deren Lektoren wären völlig überfordert, wenn sie alle eingehenden Arbeiten auch nur anlesen wollten.
  • So gehen denn alle diese Manuskript-Pakete mit einem Standardschreiben zurück. Für deren Verfasser ist das natürlich überaus frustrierend - vom vergeudeten Porto gar nicht zu reden.
  • Einen Ausweg bietet nur der Jungautoren Verlag. Auch wenn diese Verlage als „Zuschussverlage“ in der Szene gelten und bei Gewerkschaften und Verbänden einen denkbar schlechten Ruf genießen.
  • Derartige Verlage inserieren in bedeutenden Wochenzeitschriften und den Wochenendausgaben großer überregionaler Zeitungen, dass sie Autoren suchen. Wer sich davon angesprochen fühlt, muss sich darüber im Klaren sein, dass diese Verlage einen hohen Druckkostenzuschuss fordern.
  • Dafür nehmen sie mehr oder minder jedes Manuskript an. Die sogenannte Backlist dieser Verlage ist beeindruckend. Immerhin bieten sie ihren Autoren im Normalfall ein Lektorat, also die Überprüfung der Manuskripte, und nach der Fertigstellung eine recht überschaubare Werbung für das Buch.
  • Der verlangte Druckkostenzuschuss ist allerdings weit höher. Fast, als würde der Autor das Buch selbst zum Druck geben.
  • Eine Alternative zu einem solchen Jungautoren Verlag sind solche Unternehmen, die sich auf das Prinzip „Books on Demand“ spezialisiert haben. Hier wird das Manuskript mit moderner Technik erfasst. Findet sich tatsächlich ein Leser, wird das Buch rasch gedruckt, gebunden und versandt.

Die Zusammenarbeit mit einem Jungautoren Verlag bedarf großer Sorgfalt

  • Wer mit einem solchen Jungautoren Verlag zusammenarbeiten will, sollte sorgfältig die Bedingungen und das Ausmaß des Angebotes prüfen. Üblicherweise wird dem Interessenten eine weitschweifige Broschüre ins Haus gesandt, die mehr verdunkelt als aussagt.
  • Hier muss konsequent hinterfragt werden. Außerdem sollte im Zeitalter von Computer und Internet kein Verfasser komplette Manuskripte versenden. Den Inhalt sollte er in einem Exposé von höchstens drei Seiten komprimieren.
  • Wenn der Verlag interessiert ist, wird er mehr wissen wollen und gegebenenfalls das Manuskript anfordern. Nie das Original aus den Händen geben! Eine saubere Kopie tut es für das Erste.
  • Wenn sich Verlag und Autor einig werden, muss ein Verlagsvertrag aufgesetzt werden, der Verlag wird dafür einen Standard-Kontrakt verwenden. Der Autor sollte dies sorgfältig prüfen und mit Fachleuten des Verlagswesens und des Buchhandels besprechen. Hilfreich kann sein, einen Vertreter einer Gewerkschaft hinzuzuziehen.