Kaiserschnitt Geburt: Die Vor- und Nachteile

Obwohl keinesfalls eine medizinische Notwendigkeit zu einer Kaiserschnitt Geburt besteht, entscheiden sich bis zu 8 Prozent aller Mütter für diesen Eingriff


Obwohl keinesfalls eine medizinische Notwendigkeit zu einer Entbindung durch einen Kaiserschnitt besteht, entscheiden sich bis zu 8 Prozent aller Mütter für diesen Eingriff. Die Gründe hierfür sind durchaus verständlich: Angst vor den Schmerzen und Sorge um das Kind. Auch zur Wahl eines bestimmten Geburtstermins hat sich eine geplante Kaiserschnitt Geburt als wahrer Trend manifestiert.

 

Heutzutage sind Kaiserschnitte durchaus nicht mehr als gefährlich einzustufen und werden statt unter Vollnarkose vornehmlich unter Periduralanästhesie durchgeführt. Die verabreichten Medikamente schützen die Frauen vor Infektionen und Thrombosen. Weiterer Vorteil eines planbaren Kaiserschnittes besteht in der Schonung des Beckenbodens sowie der Vermeidung von Mangelversorgungen des Kindes.

Risiken bei einer Kaiserschnitt Geburt
Jedoch beherbergt auch ein Kaiserschnitt, wie jede andere Operation auch, ein gewisses Risiko für die Frau. Verwachsungen im Bauchraum, wulstige Narben, sogar Gebärmutterrisse sind möglich. Nicht genau beurteilt werden kann, ob eine natürliche Geburt oder ein Kaiserschnitt besser fürs Kind ist. Allerdings leiden Kaiserschnittkinder häufiger unter Atemproblemen aufgrund des in der Lunge verbliebenen Fruchtwassers. Auch das emotionale Erlebnis bei einer natürlichen Geburt ist nicht mit dem eines Kaiserschnittes vergleichbar. Anzumerken sei jedoch, dass sowohl nach einem geplanten Kaiserschnitt als auch nach einer natürlichen Geburt grundsätzlich die Möglichkeit des Stillens besteht. Zwar dauert es ein bis zwei Tage länger, bis die Milch in die Brust der Mutter einschießt, dessen ungeachtet besteht danach die gleiche gute Beziehung zum Kind. Bei eventuellen Stillproblemen steht dann gern die zuständige Hebamme beratend zur Seite. Anders verhält es sich bei einem Notkaiserschnitt. Wenn die Herztöne des Kindes rapide abfallen, ganz ausbleiben oder aber Mutter/Kind sich in akuter Gefahr befinden, ist ein ungeplanter Kaiserschnitt unabdingbar. Auch bei Vorerkrankungen der Mutter, Blutungen, einer bestehenden Risikoschwangerschaft oder einer Querlage des Kindes raten Mediziner zu einer Entbindung durch Kaiserschnitt.

Schmerzen in Kaiserschnittnarbe
Frauen, die mithilfe eines Kaiserschnittes entbunden haben, verspüren erst danach unangenehme Schmerzen im Bereich der Narbe. Der unter Umständen bei einer natürlichen Geburt entstandene Dammriss verursacht indessen geringere Beschwerden. Die Naht verheilt im Allgemeinen recht schnell und gut. Sitzbäder in Kamille beschleunigen den Heilungsprozess.