Kalmuswurzeltee - der Lebensverlängerer

Regelmäßig einen Kalmuswurzeltee zu trinken, ist die beste Grundlage, um sich vor Blähungen und Verstopfungen zu schützen.


Kalmus leitet sich aus dem lateinischen calamus oder dem griechischen Wort kálamos ab und bezeichnet Schilf oder Rohr. Dieser optisch unauffälligen Pflanze, die an Schilfgras erinnert, wurde als Heilpflanze allerdings schon 3700 vor Christus von den Chinesen eine lebensverlängernde Wirkung nachgesagt. In Deutschland ist sie auch unter den Namen „Deutscher Ingwer“ oder „Magenwurz“ bekannt.

Herkunft und Verbreitung
Ursprünglich stammt Kalmus aus Asien und bevorzugt feuchte Uferzonen und Sumpfgebiete als Standort. Vor allem an sonnigen Plätzen ist ein gutes Wachstum zu beobachten, daher ist auch ein tropisches Klima die beste Voraussetzung für diese schilfartige Pflanze. Aufgrund seiner Widerstandskraft hat der Kalmus es aber geschafft, die gesamte Nordhalbkugel zu besiedeln, nachdem er von den Tartaren im 13. Jahrhundert nach Europa eingeführt wurde. Diese nutzten ihn übrigens bereits zur Desinfektion des Trinkwassers.

Anwendungsgebiete und Wirkungsweise
Die Heilkraft des Kalmus` liegt in seiner Wurzel. Daher wird auch nur diese gesammelt und anschließend getrocknet. Weiter verarbeitet wird die Wurzel dann in pulverisierter Form und für Tees, Tinkturen oder Öle genutzt.
Die Einsatzgebiete für einen Kalmuswurzeltee sind vielfältig, vor allem kommt er bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich zur Anwendung. Dort lindert er Magenkrämpfe und beugt Blähungen und Verstopfungen vor.
Möglich ist ihm dies aufgrund seiner Inhaltsstoffe, der ätherischen Öle und besonders der Bitterstoffe. Letztere regen nämlich den Appetit und die Produktion der Verdauungssäfte an. Zudem wirken sie entblähend, gärungs- und fäulnishemmend und aktivieren die Galle, sodass sie auch gut bei Verstopfungen helfen.
Desweiteren hilft er auch bei Schlaflosigkeit, Depressionen oder Bronchitis. Innerhalb der ayurvedischen Heilkunde dient er der Stärkung des Gehirns und Nervensystems.
Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung kommt er als Öl auch in Mund- und Gurgelwasser vor. Da dem Kalmus auch eine belebende Wirkung - bei größeren Dosen auch halluzinierende Wirkung - zugeschrieben wird, unterliegt der Kalmus in einigen Ländern gesetzlichen Vorgaben.

Zubereitung
Um Blähungen oder Verstopfungen vorzubeugen, kann man sich einen Kalmuswurzeltee zubereiten. Dafür muss man lediglich zwei Teelöffel Kalmuswurzel in einer Tasse mit kochendem Wasser aufbrühen und anschließend etwa eine viertel Stunde ziehen lassen. Der Tee sollte immer vor den Mahlzeiten getrunken werden. Da beim Erhitzen der Wurzel wichtige Stoffe teilweise verlorengehen, kann man alternativ die Wurzel auch auspressen oder das Wurzelpulver für 24 Stunden in Wasser einlegen und danach das Wasser vom Pulver filtern und trinken.