Kamerakran: Filmequipment auch privat nutzen

Nicht nur im professionellen Bereich findet der Kamerakran Einsatz, auch Privatfilmer wissen seine Qualitäten zu schätzen.


Weite Aufnahmen, große Panoramabilder und Schwenks über die Großstadt. In vielen Kino- und Fernsehproduktionen findet der Kamerakran seinen speziellen Einsatz. Das Motiv kann auf diese Weise eine gewisse Dynamik bekommen, Emotionen werden durch die Bewegung um das Objekt oder die Person verdeutlicht oder die die Umgebung wird durch einen Kameraflug erkundet. Da der Einsatz dieses Hilfsmittels sehr teuer ist, sehen viele Privatfilmer oft keine Chance für ihr Projekt den Kamerakran einzusetzen. Doch mit Kreativität kann auch dies möglich werden.

Filmequipment leihen

  • Die einfachste Variante, sich für das eigene Filmprojekt professionelles Equipment zu organisieren, ist der Technikverleih. Hier finden Hobbyfilmer all das, was ebenfalls an den Filmsets dieser Welt zum Einsatz kommt. Tonangel, Mikrofone, Stative oder Lichtfilter sind hierbei nur der Anfang. Natürlich sind Kamerakräne auch hier zu finden. In ihrer Größe sind diese eher kleiner gestaltet aber erfüllen ihren Zweck gleichermaßen. Man sollte aber beachten, dass eine Einweisung im Umgang mit dem Kameraequipment vorab erfolgt. Die Leihpreise sind je nach Stadt und Dauer der Miete unterschiedlich. Weiterhin spielt es eine große Rolle, ob man sich für die manuelle oder automatisierte Version entscheidet. Bei der manuellen Variante wird der Kamerakran per Hand bedient.
  • Auf einem Stativ befestigt, wird die Kamera am Ende des Kranes durch den Kameramann bewegt. Aufnahmen aus gewisser Höhe, Auf- und Abschwenks oder kleine Kameraflüge sind somit realisierbar. Die automatisierte Variante ist deutlich komplizierter sowie teurer und wird in Technikverleihs kaum angeboten. Durch Programmierung der Kamera kann eine automatische Bewegungsabfolge erzielt werden. Weiterhin ist ein Wiederholen der Szene um einiges einfacher, da die Flugbahn und Schwenks immer im gleichen Winkel, Schnelligkeit und Start- und Stoppunkt erfolgen.

Kreativität wird belohnt

  • Wer sich auf ein Low-Budget-Projekt eingelassen hat, kann mit Kreativität Abhilfe schaffen. Der Bau eines improvisierten Kamerakranes ist mit einfachen Mitteln umsetzbar. Mit langen Aluprofilen, Stahlplatten, Hebeln, stabilen Seilen und etwas Know-How im Handwerk kann man sich für unter 100 Euro einen eigenen Kamerakran bauen.
  • Der Ausleger sollte lang genug, die Stahlplatten fest verankert sein und das Fingerspitzengefühl für einen flüssigen Kameraflug erprobt werden. Zwar sind die selbstgebauten Kräne eher für kleine und leichtere Kameras geeignet aber der Einsatz lohnt sich für das fertige Produkt.