Kamin selber bauen: Anleitung und Tipps

Ein Kamin ist nicht nur romantisch und gemütlich. Er bringt auch finanzielle Vorteile und sie können einen Kamin auch ganz einfach selber bauen.


Schon seit einigen Jahren geht der Trend dahin, dass sich immer mehr Menschen einen Kamin anschaffen. Bei einem Haus-Neubau kann er von Anfang an in die Planung einbezogen werden, doch auch Besitzer von älteren Häusern können problemlos nachträglich einen Kamin einbauen. Sogar Wohnungsbesitzer können sich den Traum erfüllen. Kaminöfen sind im Vergleich zu Heizkaminen und Kachelöfen die preisgünstigere Variante. Außerdem sind sie platzsparend, lassen sie sich an jeden Schornstein anschließen und bei einem Umzug einfach wieder abmontieren und mitnehmen. Wenn Sie einen Kamin selber bauen wollen, sollten Sie zunächst überprüfen lassen, ob die nötigen baulichen und gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu beauftragen sie einfach einen Schornsteinfeger, der Ihnen ein Gutachten erstellt. Nach dem Bau muss dieser noch einmal die professionelle Abnahme des Kamins durchführen.

Materialien für Sims, Sockel und Ummauerung

  • Sie haben die Wahl, ob Sie sich einen Kamin selber bauen, oder aber einen Fertigbausatz aus dem Baumarkt verwenden, den sie lediglich einbauen müssen. Wenn Sie sich für einen Eigenbau entscheiden, müssen Sie sich zunächst für die richtigen Materialien für den Sockel, den Kaminsims und die Ummauerung entscheiden. 
  • Hierfür hat sich der Einsatz von Porenbeton bewährt, da dieser sehr gute wärmetechnische Eigenschaften hat. Auch hat er den Vorteil, ein geringes Eigengewicht zu haben, was das Problem einer Überbelastung der Decken ausschließt, weshalb keine Schwierigkeiten bezüglich der Statik zu erwarten sind.

Kamin und Verkleidung

  • Für den Kamin selbst sowie für die Verkleidung benötigt man feuerfeste Materialien. Auch hierfür eignet sich Porenbeton, da er eine schlechte Wärmeleitfähigkeit besitzt und somit die feuerabgewandte Seite nicht heiß wird. Für die Verkleidung sind Porenbeton-Planbauplatten oder Plansteine nutzbar. Auf der Seite, die zur Mauer des Hauses zeigt, muss die Verkleidung als Vormauerung durchgeführt werden, indem man die Planbauplatten beispielsweise mit Dünnbettmörtel vermauert.
  • Achten Sie darauf, dass die Oberflächen der Verkleidung und der Nischen zur Brennstofflagerung sich nicht auf mehr als maximal 85 Grad Celsius erhitzen, im Fall von Porenbeton gilt der Grenzwert 120 Grad Celsius. Formsteine aus Porenbeton können auch für den Schornstein verwendet werden, falls ein neuer für den Kaminbau angelegt werden muss.

Rauchfreier Kamin

  • Für Häuser ohne Schornsteine oder auch für Wohnungen gibt es ebenfalls eine Möglichkeit, sodass man nicht auf einen Kamin verzichten muss. Mit Bioalkohol oder Gel als Brennstoff können spezielle Kamine rauchfrei befeuert werden. Bei Verbrennung dieser Brennstoffe entsteht eine Flamme, wie man es gewohnt ist, aber statt Rauch bleiben nur Wasserdampf und Kohlendioxid zurück. 
  • Mit Bio-Alkohol betriebene Kamine liefern als Nebeneffekt noch eine schwache Heizleistung, die allerdings nicht mit gewöhnlichen Kaminen vergleichbar ist. Gel-Kamine wiederum haben keinerlei Heizwirkung mehr und dienen nur dem optischen Eindruck.