Kampenwand: reizvolles Ziel für Kletterer

Die zackige Felsformation der Kampenwand ist eine der eindrucksvollsten und berühmtesten Panoramaansichten im Chiemgau.


Das Gipfelkreuz der Kampenwand ist das größte in den Bayerischen Alpen. Die Kampenwand selbst ist ein Berggipfel mit 1.669 Metern Höhe in den Chiemgauer Alpen. Der Berg ist bei Mountainbikern, Wanderern und Kletterern sehr beliebt, zudem gibt es im Winter ein kleines Skigebiet und im Sommer werden viele Drachen- und Gleitschirmflieger angetroffen. Gerade die Südseite bietet zahlreiche Kletterrouten in allen Schwierigkeitsgraden. Weil der Gipfelrat gezackt ist, erinnert er an den Kamm eines Hahnes, wodurch auch der Name entstand. Die Kampenwand ist durch die exponierte Lage und dem markanten Profil weit sichtbar. Der Hauptgipfel ist 1.669 Meter hoch, der Ostgipfel ist 1.664 Meter hoch und trägt ein 12 Meter hohes Gipfelkreuz, die Hochplatte hat circa 1.500 Meter, die Scheibenwand 1.598 Meter, der Sulten 1.486 Meter, die Gedererwand 1.351 Meter, der Haindorfer Berg 1.122 Meter und der Adersberg 991 Meter.

Allgemeine Informationen
Die Kampenwandbahn wurde im Jahr 1957 erbaut und führt von Aschau hinauf, wobei die Bergstation auf 1.470 und die Talstation auf 620 Metern liegt. In der Regel beträgt die Fahrzeit mit der Gondel etwa 14 Minuten und es können 4 Personen gleichzeitig fahren. Die Seilbahn ist eine Zweiseilumlaufbahn, welche über sechs Stützen verfügt und eine Länge von 2.480 Metern hat. In der Talstation erfolgt der Antrieb und es können maximal 300 Personen pro Stunde befördert werden. Es gibt zahlreiche Einkehrmöglichkeiten und Almen in der Umgebung der Bergstation. Die Bürger der Gemeinde Höslwang haben zum Gedenken an die Chiemgauer Opfer der beiden Weltkriege das Gipfelkreuz auf dem Ostgipfel im Jahr 1950 aufgestellt. Das Kreuz wurde Stück für Stück aus Alteisen geschweißt und mit mehreren Helfern und zwei Mulis transportiert. An den Felswänden wurde es durch eine Handwinde zum Gipfel hochgezogen. Eine Solaranlage ermöglicht eine Beleuchtung. Diese wurde im Jahr 2003 an dem Kreuz angebracht.

Wandern bei der Kampenwand
Grundsätzlich ist eine einfache Bergwanderung mit normaler Wanderausrüstung und Wanderstöcken möglich. Schwindelfreiheit und eine gewisse Trittsicherheit sind im oberen Teil allerdings hilfreich. Oben angekommen wird dem Wanderer ein toller Blick auf den Chiemsee gewährt.

Klettern bei der Kampenwand
Anspruchsvoll aber nicht extrem ist der Aufstieg zur Steinlingalm, der Gipfelanstieg ist eine richtige Klettertour, bei der Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich sind. Die Tour bis zum Gipfel und wieder zurück hat eine Gesamtlänge von etwas über 17 Kilometern.