Kampf den Käsemauken: Was wirklich gegen Schweißfüße hilft

Da zieht er seine Schuhe aus und reihenweise fallen die Mädchen hinter ihm um. Nein, der Mann trägt nicht die schönsten Socken der Welt, sondern hat ganz einfach Schweißfüße.


Es gibt nichts, wirklich fast nichts, was unangenehmer ist, als ein chronisch stinkender Fuß. Auch Schweißfuß, Stinkefuß oder Schweißmauke genannt, hat es so ein stinkendes Körperteil in der Gesellschaft schwer. Betroffene wagen sich kaum noch an Orte, von denen sie wissen, dass sie in Gefahr geraten könnten, die Schuhe ausziehen zu müssen. Auch kann sich so eine Belastung auf die Psyche auswirken und sogar sexuell zu einer Verklemmung beitragen. Bei besonders harten Fällen zum Beispiel reicht der Gestank der Füße so weit, dass er die Barriere eines Schuhs überwindet und sogar in der Öffentlichkeit einen beleidigenden Geruch verströmt.
Betroffene leiden sehr stark unter dem körpereigenen Gestank und suchen in Internetforen nach Hilfe, weil sie sich oft nicht trauen, ihr Problem beim Arzt anzusprechen.
Für all diejenigen, die ein paar Tipps rund um das fiese Problem nötig haben, hat Hilfreich einige Hilfen bereitgestellt.

Am Anfang stand der Schweiß
Ständig schwitzende Füße durchweichen die Hornschicht der Haut ständig und lassen diese weißlich aufquellen, was das typische Bild der Schweißfüße verursacht. Das wiederum ermöglicht, ähnlich wie in einem Brutkasten, der örtlichen Keimflora eine rapide Vermehrung, denn die Bakterien fühlen sich in dem warm-feuchten Klima äußerst wohl. Dass Bakterien unangenehme Gerüche verursachen, ist daher der Grund für den typisch säuerlichen Geruch der Füße. Außerdem zersetzen diese auch das in der Haut vorhandene Keratin, was ebenso zum schlechten Geruch beiträgt. Die Folge sind Warzen und Pilzinfektionen, wenn ein Schweißfuß nicht bald behandelt wird.

Was hat Käse mit Füßen zu tun?
Ein niederländischer Forscher allerdings vermutet, dass eine bestimmte Bakterienart für den typischen Geruch verantwortlich ist. Das Brevibacterium evidermis soll fettvertilgend arbeiten und bei der Spaltung der Lipide den Geruch freisetzen. Fettverzehrende Bakterien aus der gleichen Familie werden auch bei der Reifung vom besonders intensiv riechenden Limburger Käse eingesetzt. Daher ist der Name Käsefuß für eine übel riechende Sohle gar nicht so falsch.

Auch mangelnde Hygiene verantwortlich
Die Ursache für einen Schweißfuß ist nicht nur in einem Bereich zu sehen. Ein überaktives vegetatives Nervensystem, das die Schweißdrüsen verstärkt anregt, kann ebenso Grund dafür sein, wie übernormal große Schweißdrüsen. Auch ungepflegte Füße oder mangelnde Hygiene können Grund für eine abnormale Flora am Fuß sein. Am meisten sind allerdings nicht atmungsaktives Schuhwerk am Stinken der Füße schuld. Viele Menschen konnten allein durch das Entsorgen alter Schuhe und Socken eine wesentliche Verbesserung ihrer Fußhygiene erreichen.

Wasser hilft!
Gegen Schweißfüße, die nicht von einer Überfunktion des vegetativen Nervensystems herrühren oder aufgrund einer Überproduktion von Schweiß zustandekommen, kann folgendes unternommen werden, um einen Rückgang des Problems zu erwirken:
Der natürlichste Weg ist die Reinigung der Füße mit kaltem Wasser, am besten mehrmals täglich, sodass die Bakterien nach und nach abgetötet werden und nicht mehr „Fuß fassen“ können. Dabei hilft kaltes Wasser besonders gut.
Auch Fußbäder mit Gerbsäure, welches in der Apotheke erhältlich ist, hat bisher gute Resultate gezeigt. Auch hin und wieder Barfuß zu gehen, kann hilfreich sein, denn so kann die Haut atmen und die Feuchtkammer Schuh und Socke wird somit aufgehoben. Baumwollsocken sollte ein Schweißfuß-Betroffener unbedingt nutzen. Baumwolle ist meist viel atmungsaktiver als synthetische Stoffe.
Schuhe, die einen Schweißgeruch verströmen sollten unbedingt entsorgt werden, denn die Bakterien in den Schuhen gehen sofort wieder an die Füße, egal wie gut man gewaschen hat.
Des weiteren gibt es in Apotheken und Reformhäusern auch geruchstilgende Einlegesohlen zu kaufen, die mit Stoffen wie Zimt, Aktivkohle und Zedernholz den Geruch wirksam filtern. Gerade die Zedernholz-Einlegesohlen sind sehr zu empfehlen!

Geduld ist gefragt
Wenn Sie alle hygienischen Regeln beachten und dem Fuß über einen längeren Zeitraum eine ausführliche Pflege zukommen lassen, sind Sie das Problem meist schnell los. Durchhaltevermögen sollten Sie aber dennoch mitbringen. Meist ist das Problem stinkender Füße über Jahre angewachsen. Sie sollten nicht erwarten, dass es mit ein paar Mal waschen verschwindet. Haben Sie den Großteil der Batterien allerdings in die Flucht geschlagen, sind Sie über den Berg und haben bald kein Problem mehr mit Käsemauken.