Beim Kampfsport Boxen stehen sich zwei Gegner der gleichen Gewichtsklasse gegenüber und dürfen sich nur unter Einsatz der Fäuste schlagen. Boxen hat sich offensichtlich aus dem Faustkampf entwickelt, Man kann teilweise sogar auf 7000 Jahre alten Darstellungen mit den Fäusten kämpfende Männer erkennen. Aber erst die genau festgelegten Regeln machen unser modernes Boxen aus. Die ersten Grundregeln wurden 1719 vom britischen Fechtmeister James Figg aufgestellt, die beispielsweise verboten am Boden liegende Gegner zu schlagen.
Grundregeln des modernen Boxens
Jeder Kampf wird innerhalb eines Boxringes durchgeführt. Es sind nur Schläge mit der geschlossenen Faust erlaubt und es müssen Boxhandschuhe getragen werden. Die Benutzung aller anderen Körperteile werden als Foul gezählt und erzielen keine Punkte. Treffer, die gezählt werden sind alle oberhalb der Gürtellinie. Schläge, die darunter treffen, führen ebenfalls als Foul zu Punktabzug. Schläge auf die Arme oder Fäuste erzielen keine Punkte, da sie so als blockiert gelten. Im schlimmsten Fall können Regelverstöße außer zu Punktabzügen, zu einer Disqualifikation führen. Die Regeln unterscheiden sich international ein wenig im Detail, was zu Streit- und Diskussionspunkten führen kann. In den Grundzügen aber sind die Regeln überall gleich.
Gewichtsklassen
Bei der Einteilung der Gewichtsklassen unterscheidet man im Amateurboxen einmal zwischen dem Geschlecht Männer und Frauen. Der Deutsche Boxsportverband DBV teilt zusätzlich nach Alter ein. Die Gewichts-Einteilung weicht ein wenig von der International Boxing Association AIBA ab, die auch nur nach Geschlecht und Gewicht differenziert. Die unterste Gewichtsklasse ist bei Frauen das Papiergewicht ab 46 Kilogramm und bei Männern das Halbfliegengewicht ab 48 Kilogramm. Dies steigert sich bis zum Superschwergewicht ab 91 Kilogramm bei den Männern und dem Superschwerplus bei den Frauen. Insgesamt umfasst es je nach Einteilung zwischen 13 und 15 Gewichtsklassen. Im Profiboxen wird ebenfalls nicht nach Alter unterschieden.
Kampfsport Boxen: Profiboxen
Im Profiboxen kann zuzsätzlich eine maximale Rundenzahl festgelegt werden. Eine Runde dauert etwa drei Minuten und meist gibt es zwischen vier und zwölf Runden. Jede einzelne Runde wird vom Kampfrichter unabhängig von den anderen bewertet. Wird ein Gegner K.O. geschlagen bewertet der Ringrichter alleine den Kampf, ansonsten wird der Sieger am Ende aus der Gesamtpunktzahl aus allen Runden bestimmt. Es gibt auch keinen internationalen Box-”Dachverband” sondern viele einzelne Verbände, die Titelkämpfe veranstalten. Es sind zum größten Teil profitorientierte Unternehmen, die aus Kämpfen zwischen vermarkteten Gegnern Kapital schlagen möchten.