Kampfsport - etwas für die Figur und das Selbstbewusstsein

Kampfsport ist viel mehr als Selbstverteidigung und Sport, er kann auch das Selbstbewusstsein stärken.


In der Umgangssprache werden mit dem Begriff Kampfsport unterschiedliche Kampfstile zusammengefasst, die keine Schusswaffen erfordern. Meist bezieht man sich dabei auf traditionell asiatische Kampfsportstile, wie Judo oder Karate, aber auch einheimische, wie Boxen oder Ringen. Doch nicht jeder Kampfsport ist gleich, sondern hat seine ganz eigenen Grundtechniken und Regeln. Außerdem gibt es abgesehen von den traditionellen Kampfsportarten viele moderne abgewandelte Stile. In Deutschland allein werden über 30 verschiedene Kampsportarten angeboten und praktiziert. Wer sein Selbstbewusstsein stärken und etwas für seine Fitness tun möchte, sollte sich näher informieren.

Warum gerade Kampfsport?
Das Ziel beim Erlernen einer Kampfsportart ist nicht in erster Linie die Fähigkeit sich zu verteidigen oder in der Lage zu sein jemanden außer Gefecht zu setzen. Viel wichtiger ist, dass man lernt Kontrolle über den eigenen Körper zu erlangen und ihn intensiv kennenlernt, seine Grenzen aber auch Möglichkeiten. Hinzu kommt das Erlernen Körpersignale des „Gegners“ richtig zu deuten und darauf zu reagieren. Durch das Wissen um die eigenen Fähigkeiten kann man gezielt das Selbstbewusstsein stärken, was sich schon in der Körpersprache ausdrückt und oft auch den Charakter beeinflusst. Natürlich hält man auch den Körper rein physisch fit, geschmeidig und baut Muskelkraft auf. Wer allerdings eine Kampftechnik erlernen möchte, um sie auf der Straße im Kampf einzusetzen ohne, dass die Situation eine Verteidigung erfordert, der ist hierbei fehl am Platz. Der Einsatz erlernter Techniken ist nämlich außerhalb geregelter Wettkämpfe verboten.

Philosophischer Hintergrund: Geist und Körper im Einklang
Wer auch etwas für die geistige Entwicklung tun möchte und ein Fan von fernöstlicher Philosophie ist, sollte sich innerhalb dieser Sportarten das passende heraussuchen. Diese ist nämlich ein wichtiger Bestandteil, die hinter den meisten asiatischen Kampfsportarten steht. Nicht umsonst wurden viele Kampfstile von beispielsweise buddhistischen Mönchen entwickelt und praktiziert, die sie beispielsweise als Leibgarde des Kaisers einsetzten. Unsere einheimischen Kampfstile sind viel bodenständiger auf ein direktes Kräftemessen aus.

Breite Variation an Kampftechniken
Wenn Sie nun den Entschluss gefasst haben einen Kampfsport zu erlernen, haben Sie eine sehr große Auswahl, bei der Sie sich nach ihren Interessen richten können. Am besten informieren Sie sich erst einmal, welche Kampfsportarten in ihrer Umgebung angeboten werden. Dann können Sie sich überlegen, mit welchen Techniken Sie gerne arbeiten würden. Im klassischen Boxen beispielsweise sind nur Faustschläge erlaubt, beim Kickboxen dagegen auch Tritte. Oder Sie wählen einen asiatischen Kampfstil, bei dem der ganze Körper, also Ellbogen-Schläge, Tritte, Faustschläge oder sogar der Kopf eingesetzt werden kann.