Karate lernen zu Hause - geht das?

Karate lernen zu Hause – hierzu benötigt man Trainingspartner und einen Trainer, der einem Anweisungen gibt, wie man sich zu bewegen hat.


Das moderne Karate-Training lässt sich vereinfacht in drei Grundsäulen aufteilen: Kihon, Kata und Kumite. Kihon ist die Grundschule. Man lernt hier die korrekten Stände und schematischen Techniken. Ohne einen Trainer, der einen immer wieder berichtigt, kann man nicht die richtige Motorik lernen. Selbst Schwarzgurte arbeiten immer wieder an ihrer Grundschule.
Kata kann man sich als Kampf-Choreografien vorstellen. Früher wurde Karate nur über Kata gelehrt. Weil nicht jeder die tödlichen Kampftechniken lernen durfte, verschlüsselten Meister diese in den Kata. Man wird daher niemals Kata ohne Anweisungen entschlüsseln können.
Kumite ist der Kampf. Man unterscheidet zwischen festgelegten Partnerübungen, Selbstverteidigungskombinationen und dem freien Sportkampf.

 

 

Was benötigt man?

  • Karate ist eine Kampfkunst. So, wie man Schwimmen nicht ohne Wasser lernt, lernt man Kämpfen nicht ohne Gegner beziehungsweise Trainingspartner. Je mehr man davon hat, desto besser. Denn jeder Mensch hat unterschiedliche Voraussetzungen. Hat man zu Hause einen Trainingspartner und sitzt eine Technik bei ihm, heißt das noch lange nicht, dass sie auch bei einem anderen funktioniert. Man braucht viele Partner, um das Gefühl dafür zu schulen.
  • Generell braucht man für Karate nicht viel Platz. Aber man muss sich frei bewegen können. Wer also in einer kleinen Wohnung lebt, kann es vergessen Karate zu Hause zu lernen. Im Optimalfall hat man auch diverse Trainingsutensilien, wie Pratzen, einen Sandsack oder ein Makiwara (Schlagpolster). Außerdem ist die Atmosphäre in einem Dojo viel motivierender.

 

Karate lernen zu Hause - was man alleine machen kann

  • Wenn man eine Weile Karate trainiert hat, kann man Kihon und Kata alleine zu Hause trainieren. Auch Sandsacktraining ist dann kein Problem. Man muss sich aber zuvor ein technisches Grundlagenwissen in einem Dojo angeeignet haben. Für Kumite braucht man aber immer Partner.
  • Karate lernen zu Hause – das geht nicht. Üben, was man schon gelernt hat – das aber ist nicht nur möglich, sondern sollte auch täglich getan werden, wenn man gut werden will!