Karies

Zahnfäule Zahnmedizinisch ist die Hauptursache für angegriffene Zahnhartsubstanz


Karies ist ein Begriff, der umgangssprachlich in aller erster Linie für Zahnkaries eingesetzt wird, wobei die Tatsache nicht unerwähnt bleiben sollte, dass es auch das Knochengewebe angreifende Knochenkaries gibt, welches vor allem bei der Gewebstuberkulose auftritt. Zahnmedizinisch ist es allerdings die Hauptursache für angegriffene Zahnhartsubstanz. Was geschieht nun genau am Zahn? Mittlerweile geht man davon aus, dass die von W.D. Miller begründete chemoparasitäre Theorie am treffendsten ist, die eine vierstufige Zerstörung annimmt. Um den Prozess in Gang zu setzen, ist es „nötig“, dass Streptokokken in die Mundhöhle gelangen, sind diese da, führt ein Zusammenspiel von Belägen, Mikroflora und den kritischen Kohlenhydraten zum Beginn der Karies: Im Plaque sammeln sich Streptokokken, welche die über Lebensmittel zugeführten Kohlenhydrate in organische Säuren umwandeln, die dann sofort daran gehen die Mineralien aus der Zahnhartsubstanz zu entnehmen und Zucker in Milchsäure abbauen. Das so entstehende Milieu beginnt sich in den Zahn zu „fressen“. Einhalt gebietet diesem Prozess der Fluss des Speichels, da er die entzogenen Mineralien wieder zurückführt, was er leider nur dann schaffen kann,  wenn nicht ständig neue Kohlenhydrate und Zucker zugeführt werden. Mit anderen Worten: Es ist kein Problem, auch ohne Zähneputzen Schokolade zu essen, wenn man danach ein paar Stunden nichts mehr isst. Kritisch ist, dagegen das konstante Naschen von immer neuen Süßigkeiten oder das regelmäßige Trinken von zuckerhaltigen Drinks, da der Speichel dann keine Chance hat die Säuren zu neutralisieren. Wenn es jedoch zu spät ist, verläuft Karies in vier Stufen, das harmlose Initialkaries, bei dem man noch mit Putzen gegen den Verlust der Mineralien ankommt, doch schon bei der nächsten Stufe Dentinkaries geht die Zersetzung so tief, dass Schmerzen auftreten. Noch schlimmer wird es bei Caries profunda, wo bereits über zwei Drittel des Dentins zerstört sind und die Karies sich bedenklich nahe zur Pulpa vorgearbeitet hat. Dringt es zur Pulpa vor, folgt die Caries penetrans, welche ein Loch hinterlässt, welches schnellstens von einem Zahnarzt behoben werden sollte, da ansonsten der Zahn abstirbt.