Karrierechancen mit Geisteswissenschaften

Wer Geisteswissenschaften studiert und sich parallel dazu gewissenhaft auf den Arbeitsmarkt vorbereitet, hat später gute berufliche Aussichten.


Besonders in Zeiten der Finanzkrise haben es Studierende der Geisteswissenschaften heute deutlich schwerer, sich nach ihrem Abschluss in der Arbeitswelt zu behaupten. Dies liegt hauptsächlich daran, dass im Gegensatz zu anderen Studiengängen wie beispielsweise der BWL kein festes Berufsfeld für sie existiert, es gibt kaum Stellenanzeigen, in denen speziell Geisteswissenschaftler gesucht werden. Dennoch ist das Vorurteil vom promovierten, taxifahrenden Absolventen der Geisteswissenschaften grundlegend falsch, denn auch mit diesem Studium bestehen durchaus Karrierechancen, vorausgesetzt, man ist sich rechtzeitig darüber im Klaren, in welche berufliche Richtung es einmal gehen soll.

Vielseitige Berufsfelder für Geisteswissenschaftler
Vor allem geht es darum, sich als Geisteswissenschaftler gut zu verkaufen. Denn trotz der oft erwähnten beruflichen Risiken, die ein Studium der Geisteswissenschaften birgt, gibt es dennoch viele Bereiche, in denen Geisteswissenschaftler unterkommen können, sei es in Theatern oder Museen, in den Medien oder der Öffentlichkeitsarbeit. Aber auch in der Wirtschaft ist es für Geisteswissenschaftler durchaus möglich, einen spannende Tätigkeit entweder im Personalwesen, Marketing oder Vertriebswesen zu erlangen. Dennoch, leicht ist es bei all der Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt oft nicht. Daher ist es wichtig, mit Zusatzqualifikationen aus der Masse von Bewerbern hervorzustechen.

Roter Faden ist wichtig
Was an Geisteswissenschaftlern besonders geschätzt wird, sind Fähigkeiten wie eine hervorragende Ausdrucksweise, selbständiges und wissenschaftliches Arbeiten, analytisches Denkvermögen sowie Organisationstalent. Dennoch ist das A und O einer Bewerbung, dass bereits genügend Praxiserfahrung beim Hochschulabsolventen vorhanden sein sollte, denn die wird meist vom Arbeitgeber bereits vorausgesetzt. Daher gilt: Je früher berufsweisende Praktika absolviert werden desto besser, ein roter Faden sollte unbedingt frühzeitig erkennbar sein. Daher ist es sinnvoll, sich rechtzeitig für einen späteren Tätigkeitsbereich zu entscheiden. Auch ergänzende Zusatzqualifikationen wie Kenntnisse in BWL oder ein Auslandsstudium können die Berufsaussichten von Geisteswissenschaftlern deutlich verbessern.

Selbstbewusst bewerben
Vor allem kommt es darauf an, sich selbstbewusst zu bewerben, denn viele Geisteswissenschaftler verkaufen sich immer noch unter Wert. Hier gilt es, selbst zu handeln und sich auch auf Stellen zu bewerben, die nicht explizit auf Geisteswissenschaftler ausgeschrieben sind aber durchaus dem eigenen Profil entsprechen. Auch Initiativbewerbungen sind durchaus gern gesehen, denn sie zeigen, dass sich der Hochschulabsolvent speziell für eine bestimmte Firma interessiert und nicht nur auf eine an die breite Masse gerichtete Stellenausschreibung antwortet.