Karrierekiller Selbstüberschätzung

Wer hoch fliegt, kann auch tief fallen. Am Karrierekiller Selbstüberschätzung scheitern viele Arbeitnehmer.


Ehrgeiz ist eine gute Sache im Beruf. Es schadet zumindest nie, wenn man mit Engagement und Strebsamkeit an seine Arbeit, anstehende Projekte oder Ähnliches herangeht. Das macht nicht nur ein gutes Team aus, sondern beeindruckt außerdem den Chef. Allerdings, und das ist nicht die Ausnahme, gibt es oft Menschen, die es mit dem eigenen Ehrgeiz zu weit treiben und dessen Stärke dann in eine unangenehme Schwäche umschlägt – Selbstüberschätzung. Auch wenn diese Eigenschaft mit Ehrgeiz auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam hat, so kann man in vielen Büros sehen, dass Menschen mit Biss oft den Hang zum überkritischen Blick auf die Arbeit der anderen haben. Besserwisserei, Überheblichkeit und Glorifikation der eigenen Person sind dann die Folge, womit wir wieder bei dem Karrierekiller Selbstüberschätzung wären. Gift für Ihre Karriere!

Überflieger oft betroffen

  • Besonders gefährdet sind junge Neueinsteiger, die eine erstklassige Ausbildung hinter sich haben. Immer die besten Noten und eine Karriere wie aus dem Bilderbuch, mit Auslandspraktika und mehreren Fremdsprachen – Menschen mit solchen Erfahrungen haben sich oftmals am vielen Lob überfressen. Sie erliegen der Gefahr, nicht mehr auf den Boden der Tatsachen zurückzufinden, und möchten schon am ersten Tag im neuen Beruf zeigen, was sie alles können und dass sie ein großer Gewinn für die Firma sind.
  • Das mag in der ersten Woche sicherlich Eindruck auf die Geschäftsführung machen, aber die Kollegen wird es sicherlich nicht begeistern. Denn ein solcher Arbeitnehmer predigt, belehrt, kritisiert und prahlt mit seinem Wissen. Das macht auf Dauer einsam und irgendwann wird die hochtrabende Tour des Egomanen auch dem Chef gehörig auf die Nerven gehen.

Karrierekiller Selbstüberschätzung: Besser zurückhalten!

  • Jemand, der sich selbst in hohem Maße überschätzt und den Tunnelblick für die eigene Karriere hat, mit Ehrgeiz voranprescht und rechts und links die eigenen Kollegen in den Graben befördert, ist selbst ganz und gar nicht bereit für Kritik. In seinen Augen ist er unfehlbar, und erdreistet sich tatsächlich jemand, auf einen Fehler hinzuweisen, wird der Selbstüberschätzer ungehalten und zickig. Stattdessen ist er gut darin, Fehler bei anderen zu entdecken, hat immer einen Blick für das Schaffen der Kollegen übrig und springt ihnen sofort mit besserwisserischem Rat zur Seite.
  • Überzogenes Selbstbewusstsein ist daher ein Karrierekiller, wie er im Buche steht. Ein so arroganter Angestellter ist weder teamfähig noch besonders beliebt in der Firma. Allerdings ist die Grenze zwischen Selbstbewusstsein und Selbstüberschätzung sehr schmal und so manches Mal gerät der ein oder andere auf die falsche Seite. Sollten Sie sich also nicht sicher sein, in welche Richtung Sie abzurutschen drohen, dann sollten Sie sich für die nächste Zeit in Demut üben. Dann bekommen Sie einen besseren Blick für die eigene Verhaltensweise, sodass der Karrierekiller Selbstüberschätzung Ihnen nicht mehr gefährlich wird.