Kartoffeln, die wie Tomaten aus Südamerika stammen, zählen zu den Nachtschattengewächsen. Es ist bekannt, dass bereits vor 2000 Jahren Indianer Kartoffeln als Kulturpflanze anbauten. Kartoffeln sind wohlschmeckende und aufgrund des hohen Vitamingehaltes ausgesprochen gesunde Nahrungsmittel. Neben den Vitaminen beinhalten Kartoffeln viele Mineralstoffe und haben einen hohen Eiweißgehalt. Das beste Aroma entwickeln Kartoffeln übrigens, wenn sie mit Kompost angebaut werden. Meist fallen bei der Ernte sehr große Mengen an, die lange haltbar sind. Beim Kartoffeln einlagern sollte man aber ein paar Kleinigkeiten beachten.
Wann Kartoffeln geerntet werden können
Wenn Frühkartoffeln angebaut wurden, sollte vor der eigentlichen Ernte der Reifegrad der Früchte geprüft werden. Hierzu wird eine Kartoffel ausgegraben und zwischen den Fingern gerieben. Ist die Schale fest, sind die Kartoffeln reif und können geerntet werden. Lässt sich die Schale jedoch relativ leicht abreiben, sollten die Früchte noch etwas in der Erde bleiben. Die Reife späterer Sorten zeigt sich durch das Welken des Krautes. Als Richtwert kann man aber davon ausgehen, dass Frühkartoffeln in der Zeit von Mitte Juni bis Mitte Juli reifen. Mittelfrühe Sorten folgen im August und späte Kartoffelarten können schließlich von August bis September geerntet werden. Die ausgereiften Früchte werden aus der Erde gegraben und sollten etwas liegen bleiben, damit sie abtrocknen und im Lagerraum nicht faulen. Anschließend kann man die Kartoffeln einlagern.
Der richtige Ort für die Lagerung
Kartoffeln sollten in einem luftigen, etwas feuchten Raum bei einer Temperatur von etwa sieben Grad gelagert werden. In zu warmen Räumen keimen die Kartoffeln vorzeitig, in zu kalten Lagerorten wird die kartoffeleigene Stärke in Zucker umgewandelt. Auch muss der Lagerraum unbedingt dunkel sein. Unter Lichteinfluss färben sich Kartoffeln grün und bilden dabei das Gift Solanin. Grüne Kartoffeln sollten nicht gegessen werden, zumindest aber sind die grünen Stellen unbedingt zu entfernen. Ältere Häuser verfügen oftmals über Kellerräume mit gestampftem Lehmboden oder Böden aus Ziegelsteinen. Die Keller, die ein gleichmäßig feuchtes Klima bieten, sind ideal zum Kartoffeln einlagern.