Katzenfloh, Holzwurm und Co.: Ungeziefer im Wohnzimmer

Sie werden durch Haustiere in die Wohnung geschleppt oder gelangen durch Holz oder Bücher in die gute Stube: Ungeziefer im Wohnzimmer.


Haustiere schleppen schon mal den einen oder anderen Schädling in das traute Heim. Katzen fangen sich oft den Katzenfloh ein, dieser kann aber auch Hunde oder Mäuse und selbst Menschen befallen. Achten Sie darauf, die Körbchen Ihrer Vierbeiner sauber zu halten und behandeln Sie Ihr Haustier mit Flohshampoo. Auch die braune Hundezecke ist ein verbreiteter Schädling. Zwar tritt er nur in der Mittelmeergegend auf, wird aber regelmäßig nach Deutschland eingeschleppt. Die Eier finden sich meist hinter Fußbodenleisten.

Schädlinge im Holz oder im Buch
Holz ist für so manches Tierchen recht schmackhaft: Der Hausholzbock zum Beispiel mag Dielen, Tür- und Fenterrrahmen. Dieser Käfer tritt besonders häufig in Altbauten auf. Der Holzwurm mag feuchtes Holz und antike Stücke gern. Gegen ihn hilft es, Eicheln unter den Möbelstücken zu platzieren, davon lassen sich die Holzwürmer vertreiben. Des Weiteren kann das Holz auf 60 Grad erhitzt werden, so sterben die Schädlinge. Der Parkettkäfer mag trockenes Holz – egal ob es sich um Parkett oder Möbel handelt. Imprägniert man das Holz, ist man vor diesen Plagegeistern geschützt. Sind Möbelstücke befallen, kann man diese bei Minusgraden ins Freie stellen. Die Larven sterben nämlich bei Frost.
Auch Bücher und Zeitungen sind Futter für den einen oder anderen Schädling. Die Staublaus macht, wie ihr Name schon sagt, aus Büchern aber auch Tapeten Staub – aber nur wenn die Luftfeuchtigkeit in ihrem Wohnzimmer zu hoch ist. Also achten Sie darauf, genug zu lüften.
Hat man einen hohen Silberfischbefall, vergehen die Tiere sich auch an Büchern. Dann hilft nur noch der Kammerjäger. Doch nicht jedes Krabbeltier ist ein Schädling. Spinnen und Ohrenkneifer beispielsweise fressen kleine Insekten.

Ungeziefer im Wohnzimmr bekämpfen?
Um sich vor Schädlingen jeglicher Art zu schützen, ist es hilfreich, das Wohnzimmer sauber zu halten. Außerdem lohnt es sich, Fliegengitter anzubringen, so finden viel weniger Tiere den Weg in Ihre gute Stube. Dichten Sie Ritzen und Spalten ab und sperren Sie so die Schädlinge aus. Kontrollieren Sie regelmäßig Teppiche und andere Textilien auf Schädlingsbefall. Besonders unter Möbelstücken sollten Sie die Teppiche kontrollieren, hier kann sich Ungeziefer meist am ungestörtesten ausbreiten. Außerdem sollte man die Haustiere regelmäßig auf Flöhe untersuchen.

Möglichst auf Chemie verzichten
Bevor sie Ungeziefer im Wohnzimmer mit der Chemiekeule bekämpfen wollen, sollten sie diese vorher auf ihre Giftigkeit überprüfen – schließlich schadet man damit nicht nur dem lästigen Ungeziefer im Wohnzimmer sondern auch möglicherweise sich selbst. Die giftigen Inhaltsstoffe gelangen nämlich schnell an die Raumluft. Ziehen Sie deswegen am besten immer einen Profi hinzu.