Ein wütendes Fauchen wird wohl auch ein Katzen-Laie verstehen, aber was hat es nun mit dem erhobenen Schwanz auf sich? Ist die Katze dann aufgebracht oder glücklich? Wir bringen Klarheit in die Geheimnisse der Katzensprache. Die Katze nutzt ihren ganzen Körper, um mit der Umwelt zu kommunizieren.
Signale des Körpers deuten
Niemals sollten Sie nur beispielsweise die Augen oder den Schwanz isoliert sehen, da es sonst leicht zu Missverständnissen kommen kann. Und die verzeiht ein Stubentiger nicht so leicht. Am stärksten wird der Schwanz eingesetzt, der mal hoch aufgestellt, mal eng am Körper liegend, ausdrückt, wie es der Katze gerade geht. Auch die Augen sind starke Signalgeber. Weit aufgerissen oder zu Schlitzen verengt – bei genauem Hinsehen werden Sie die Unterschiede deutlich erkennen.
Körpersprache vs. LautspracheIm Gegensatz zur Körperprache sind die Laute unterentwickelt, da sich die Artgenossen untereinander nur über Duftgebung und Signale des Körpers verständigen. Im Laufe der Gewöhnung an den Menschen haben sich aber bestimmte Laute etabliert, die vom Menschen verstanden werden. Zu den bekanntesten Lautäußerungen zählt das Schnurren, das zum Einsatz kommt, wenn Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten eingefordert werden oder sie sich pudelwohl fühlt, da gerade ihr Bauch mit liebevollen Berührungen bedacht wird. Auch „Miaus“ sind beliebte Mittel, sich dem Besitzer mitzuteilen. Je nach Stimmlage, Dauer und Situation können diese typischen Katzenlaute ganz unterschiedliche Bedeutungen haben.
„Mir geht es gerade nicht so gut“
Auch Katzen haben ihre Momente, in denen man sie am besten einfach in Ruhe lässt. Ignoriert man eine aggressive oder missmutige Katze, kann das böse Folgen haben. Achten sollten Sie besonders auf folgende Anzeichen:
Grimassen schneiden: Flehmen
Eine besondere Art der Katzensprache ist das sogenannte Flehmen. Hierbei sieht es fast so aus, als würde die Katze Grimassen schneiden: Der Mund ist weit geöffnet, die Gesichtszüge sind erstarrt und die Zunge wird herausgestreckt. Dieser ungewöhnliche Anblick dient nur einem Zweck – dem Erschnuppern der Umgebung, genauer der Wahrnehmung von Sexuallockstoffen (Pheromonen) mithilfe des Jacobson-Organs, welches sich zwischen Nasen- und Rachenhöhle befindet. Wenn sie diese Gerüche eingeatmet haben, gelangen sie auf den Gaumen, wo sie dann auch erschmeckt werden können.