Kaum sichtbar und doch gefährlich: Mehlmilben

Die winzig kleinen Mehlmilben verstecken sich im Müsli oder im Mehl und verursachen üble Krankheiten. Hat man sie entdeckt, hilft nur noch eins: wegschmeißen.


Mehlmilben sind recht tückische Schädlinge. Denn man kann sie leider kaum entdecken, dabei können sie dem Menschen extrem schaden.Die Mehlmilbe ist sehr klein und hat eine sackartige Form. Sie wird 0,1 bis 0,6 Millimeter groß. Sie ist gräulichweiß, ihre Beine und Mundwerkzeuge sind sind rötlich gefärbt. Sie gehört zu den Modermilben. Die besten Lebensbedingungen hat die Mehlmilbe also wenn es warm und feucht ist. Dann kann sie schon innerhalb einer Woche großen Schaden anrichten. Sie vermehrt sich schnell, ihre Larven können auch längere Zeit ohne Nahrung oder auch in einer trockenen Umgebung überleben.

Schwer zu entdecken
Mehlmilben sind kaum sichtbar – da sie zu den Vorratsschädlingen gehören, kann das sehr gefährlich werden, da man diese möglicherweise trotz Befall verzehrt. Sind Lebensmittel befallen, bemerkt man dies an einer hellen Staubschicht. Die Produkte werden außerdem krümelig, riechen süßlich und können bitter schmecken. Haben sich die Mehlmilben an Mehl vergangen, kann man damit nicht mehr backen, der Teig geht nicht auf.

Mehlmilben können krank machen
Befallene Produkte können Allergien auslösen. In Deutschland leiden viele Menschen unter einer Vorratsmilbenallergie. Meist sind hiervon insbesondere die Atemwege betroffen. Die verunreinigten Produkte können aber auch Fieber und Kopfschmerzen hervorrufen. Hautausschläge sind möglich, genau wie Magen- und Darmerkrankungen und Asthmaanfälle. Mehlmilben bevorzugen Mehl, Müsli sowie andere trockene pflanzliche Nahrungsmittel wie Grieß, Graupen, Grassamen oder Kleie. Alle befallenenen Lebensmittel sollten sofort entsorgt werden. Schmeißen Sie lieber zu viel weg, als zu wenig. Geiz lohnt hier nicht. Lebensmittel, die in Ordnung scheinen, sollten Sie für mindestens drei Tage – besser noch eine Woche – in den Tiefkühlschrank legen. So töten Sie etwaige Mehlmilben. Da diese die Produkte jedoch auch durch Kot verunreinigen, können Sie theoretisch auch diese Produkte entsorgen. So gehen Sie sicher, keine Milbe in Ihren Lebensmitteln zu finden.

Was nun?
Nach einem Mehlmilbenbefall sollten Sie die Schränke sorgfältig auswischen. Machen Sie auch hinter den Möbeln sorgfältig sauber. Befallene Gefäße und Flächen sollten desinfiziert werden. Lagern Sie Ihre Vorräte immer trocken und kühl.

Insektizide nur im Notfall
Insektizide, die Schädlinge töten sollen, sind immer auch für den Menschen problematisch – und deshalb gerade in der Nähe von Vorräten ungünstig. Insektizidsprays sollten daher nur eingesetzt werden, wenn der Kontakt mit Lebensmitteln ausgeschlossen werden kann.