Keime und Sprossen selbst züchten

Wer sich seine Keime und Sprossen selbst züchten will, braucht Geduld. Denn nicht jeder Keimversuch ist von Erfolg gekrönt.


Wer Geld sparen will und ein bisschen Zeit hat, kann sich die gesunden Keime und Sprossen selbst züchten. Vorteil dieser Methode ist natürlich, dass Sie so jederzeit knackig frische Lebensmittel im Haus haben, mit denen Sie nicht nur Ihren Vitaminbedarf decken, sondern auch Ihren Speiseplan aufpeppen können. Gerade im Winter sieht es mit der Auswahl an abwechslungsreichem Gemüse ja doch leider allzu oft dürftig aus. Und biologisch angebaut sind sie außerdem auch.

Sprossen und Keime selbst züchten im Einmachglas

  • Der Naturkostladen bietet eine Fülle an Schalen und Gefäßen, damit es auch garantiert klappt. Die Luxusversion ist dabei das Keimgerät. Sie müssen aber kein Geld ausgeben, um an das nährstoffreiche Gemüse zu kommen. Alles, was Sie benötigen, ist ein gut verschließbares Glasgefäß und etwas Stoff.
  • Waschen Sie zunächst die Samen. Nun geben Sie die zwei- bis dreifache Menge warmen Wassers zusammen mit den Samen in das Glas und verschließen Sie es. Damit die Samen auch ausreichend Sauerstoff erhalten, sollten Sie ein paar Luftlöcher in den Deckel stechen.
  • Über Nacht müssen die Samen nun quellen. Am nächsten Morgen sortieren Sie die nicht aufgegangenen Samen aus, die übrigen werden ausgespült.
  • Nun verschließen Sie das Einmach- oder Gurkenglas mit etwas Gaze und einem Gummiring und legen es schräg nach unten, sodass überschüssiges Wasser ablaufen kann und die Belüftung sichergestellt ist.
  • In den ersten beiden Tagen kann das Keimgefäß noch dunkel gestellt werden, spätestens dann brauchen die Pflanzen aber Licht, ideal ist eine Temperatur von 21 Grad.

Wann ernten?

  • Schnell entwickeln sich die Keimwurzeln und bald darauf der Spross, doch wann sollten Sie die Pflänzchen ernten? Je nach der Sorte, die Sie gewählt haben, erfolgt die Ernte nach zwei bis acht Tagen.
  • Hülsenfrüchte können bereits als Keimlinge geerntet werden, Kresse oder Luzerne dürfen ruhig noch ein paar Tage weiterwachsen.

Acht Geling-Tipps

  • Kinder können der Natur beim Waschen zusehen und Sie haben ein essbares Resultat. Leider ist nicht jeder Keimversuch von Erfolg gekrönt. Ein bisschen Geduld und Fingerspitzengefühl im Umgang mit den zarten Pflänzchen ist schon vonnöten.
  • Damit es auch bald mit dem ersten Radieschensprossenbrot klappt, sollten Sie Folgendes beachten, damit Sie erfolgreich Keime und Sprossen selbst züchten können.
  • Achten Sie darauf, dass die Samen nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden und meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. Informieren Sie sich über die bevorzugten Lichtverhältnisse. Einige Samen mögen es hell, andere eher dunkel.
  • Arbeiten Sie immer sauber und berühren Sie die Samen möglichst nicht mit den Fingern. Zeigt sich Schimmel, entsorgen Sie die Kultur. Um Schimmelbefall zu vermeiden, geben Sie Rettich- und Senfsamen hinzu. Keimlinge brauchen Platz, sie sollten nicht übereinander liegen. Keimkulturen müssen zweimal täglich gespült werden. Sie sehen, Sprossen und Keime selbst züchten ist kein Ding der Unmöglichkeit.